Marie-Jonas-Platz: Top oder Flop?

Anzeige
Bezirksamtsleiter Harald Rösler (l.) und Thomas Domres, der Vorsitzende des Eppendorfer Bürgervereins, inspizierten mit anderen Interessierten den Marie-Jonas-Platz.

An Eppendorfs Mittelpunkt scheiden sich die Geister

Eppendorf. Ist der Marie-Jonas-Platz eine Erfolgsgeschichte oder ein Flop? Weil sich an Eppendorfs neuem Mittelpunkt die Geister scheiden, luden das Stadtteilachrchiv Eppendorf und das Kulturhaus Eppendorf sowie das Bezirksamt Hamburg-Nord kürzlich zu einer Diskussionsveranstaltung in den großen Sitzungssaal des Bezirksamtes ein. Zuvor wurde der Platz in Augenschein genommen, über dessen Vor- und Nachteile sich Kinder der Marie-Beschütz-Schule an der kommunalen Stellwand ausgelassen hatten. Freude, Lebendigkeit, Leute, lachende Erwachsene und Kinder, Bäume und Büsche wünschen sich die Grundschülerinnen und -schüler. Ein Brunnen, ein Schachspiel und eine Skaterrampe könnten den Platz unter anderem verschönern, fanden die Kinder, denen gefiel, dass hier ein Weihnachtsmarkt und Wochenmärkte abgehalten werden, und dass sich hier viele Menschen treffen. Was ihnen gar nicht gefiel: der Platz sei grau, leblos, häßlich, langweilig und nicht gemütlich.
So viel Interesse am Marie-Jonas-Platz wie die Kinder zeigten die Erwachsenen nicht. Knapp 30 Gäste fanden sich zur Diskussionsrunde im Saal des Bezirksamtes ein. Auf dem Podium diskutierten Bezirksamtsleiter Harald Rösler, der Architekt des Platzes, Michael Kaschke, der Vorsitzende des Eppendorfer Bürgerverein, Thomas Domres und ein Vertreter der Betreibergesellschaft des Platzes. Autor und Regisseur Stefan Mischer moderierte. Alle waren mit der Entwicklung auf dem 2009 eröffneten Platz weitgehend zufrieden. Harald Rösler versprach weitere Bänke und die baldige Wiederaufstellung der vielfach vermissten Standuhr. Thomas Domres kritisierte einige Skater, die sich nicht an die am Runden Tisch verabredeten Abmachungen hielten. Zum Beispiel das Verbot an den Tagen des Wochenmarktes zu skaten. Der Gegensatz zwischen Skatern und älterer Generation ist noch nicht vom Tisch. Auch das zeigte diese Veranstaltung, aber ein großes Streitthema sind die Skater offenbar nicht mehr. Das geringe Interesse an der Diskussionsrunde kann man bezüglich dieses Themas durrchaus positiv bewerten.
Weitere Kritikpunkte waren mangelnde Sauberkeit und die Tatsache, dass die Kümmellstraße nicht in den Platz mit einbezogen wurde. Michael Kaschke schloss nicht aus, dass nachgerüstet wird. Große Kontroversen aber blieben aus. Fazit: Der Marie-Jonas-Platz ist in Eppendorf eher für Schulkinder ein wichtiges Thema. (ch)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige