„Mixtapes“

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Lesbisch-schwuler Jugendtreff feierlich eröffnet

Winterhude. Sie sind jung, lesbisch, schwul, bi- oder transsexuell, zählen sich zur „LGBT*-Community“. Sie suchen Rat und wollen sich mit Gleichgesinnten treffen, in Workshops und Projekten zusammenarbeiten. Oder auch mal klönen, Party feiern, Musik machen und hören.
„Eigentlich bräuchten die jungen Leute dafür kein eigenes Zentrum, wenn sie anderenorts nicht noch immer auf ihre sexuelle Orientierung reduziert würden.“ sagte Klaus Schläger vom Trägerverein des Magnus Hirschfeld Centrum (MHC) und erntete Beifall. Hamburg sei zwar eine liberale, weltoffene und bunte Stadt. Hamburg bekenne Farbe, wie kürzlich bei der Kundgebung auf dem Rathausmarkt. Das bedeute einzutreten dafür, dass nicht nur unterschiedliche Nationalitäten zu dieser Stadt gehören, sondern auch Menschen mit unterschiedlichen sexuellen Lebensformen. Wieder gab es Applaus. Am vergangenen Donnerstag wurde gefeiert, mit musikalischen Beiträgen der Jugendlichen und Rückblicken verschiedener Vertreter aus Gruppen und Initiativen: „Mixtapes“, der lesbisch-schwule Jugendtreff wurde offiziell eingeweiht im Jugendberatungszentrum (JBZ) an der Barmbeker Straße – unweit des MHC am Borgweg. Zahlreiche Jugendliche sowie Engagierte aus der Jugendarbeit, Abgeordnete aus der Hamburger Bürgerschaft und der Bezirksversammlung Nord feierten mit. Jungfilmemacher Florens Huhn, 23, stellte sein beeindruckendes Filmprojekt mit Jugendlichen zu „Coming Out“ und Aufklärung vor. Alexa Seewald präsentierte „AndersrumPortrait“, ein Kunstprojekt für Diversity und gegen Homophobie. Unter den Gästen befand sich auch auch Senatorin Jana Schiedek, zuständig für Justiz und Gleichstellung. „Ich freue mich, dass es mit diesem Jugendtreff in der LGBT*-Jugendarbeit jetzt eine Anlaufstelle gibt für Beratung, Freizeitgestaltung und Workshops.“ sagte die Senatorin in ihrem Grußwort. Besonders würdigte Schiedek, dass dafür so viele Akteure an einem Strang gezogen hätten und damit einen Beitrag zur Vernetzung der Jugendarbeit leisten. „Mixtapes“ sei eine wichtige Ergänzung zur Arbeit des MHC und des JungLesben-Zentrums (JuLe). Jana Schiedek setzt sich qua Amt auch für die rechtliche Gleichstellung Homosexueller ein. Im Hamburger Landesrecht sei schon viel erreicht worden, so die Senatorin, früher selbst engagiert in der offenen Jugendarbeit. Auf Bundesebene müssten jedoch noch etliche Hürden zu einer gesetzlichen Gleichstellung überwunden werden. Schon im Januar startete „Mixtapes“, das neue Projekt der LGBT*-Jugendarbeit unter Federführung des MHC zusammen mit dem JuLe. Mit der Koordination und Beratung wurde ein Team von vier hauptamtlichen Sozialpädagogen betraut: Franziska Börnicke, Melanie Ehring, Vanessa Lamm und Michael Schilf. (wh)
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