Nachruf: Esther Bauer erinnerte unermüdlich

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Über Esther Bauer hat Richard Haufe-Ahmels einen 60-minütigen Dokumentarfilm gedreht. Jetzt ist die Auschwitz-Überlebende im Alter von 92 Jahren gestorben Foto: Hanke

Jüdin aus Eppendorf beeindruckte mit Lebensfreude

Von Christian Hanke
Eppendorf
Esther Bauer ist tot. Die Überlebende des Konzentrationslagers Auschwitz aus Eppendorf starb am 19. November im Alter von 92 Jahren in New York. Dorthin war die gebürtige Hamburgerin nach der Befreiung im KZ Mauthausen übergesiedelt. Mehrfach hatte sie Hamburg und speziell Eppendorf in den vergangenen Jahren besucht, hatte ihre Lebensgeschichte unermüdlich in Hamburger Schulen und anderen Institutionen erzählt. Dafür wurde sie mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Der Groß Borsteler Richard Haufe-Ahmels hatte über sie den mehrfach preisgekrönten Dokumentarfilm „Einfach Esther – eine Eppendorfer Lebensgeschichte“ gedreht. Im Thalia Theater ist noch immer eines von zwei Stücken über Esther Bauer zu sehen: „Das ist Esther“. Ihr Leben wurde 2012-2014 im Rahmen des EU-Projekts Esther in drei EU-Ländern als Schultheaterprojekt gezeigt. Esther Bauer beeindruckte durch ihre Lebensfreude und Vitalität, die sie auch aus dem Überleben der Konzentrationslager gewonnen hatte. Sie war die Tochter der Ärztin Marie Jonas und des Direktors der Israelitischen Töchterschule Alberto Jonas, die beide von den Nazis ermordet wurden. Nach Marie Jonas, die am Universitätskrankenhaus Eppendorf (UKE) arbeitete, wurde 2009 der neue zentrale Platz von Eppendorf an Eppendorfer Landstraße und Kümmellstraße benannt. (ch)
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