Netzwerken für Familien

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Treffen sich seit drei Jahren, um die Bildungslandschaft in Eppendorf zu verzahnen und Eltern zu helfen: die Mitglieder des Bildungsnetzwerkes Eppendorf Foto: Hanke

Kitas, Schulen und Vereine in Eppendorf wollen Eltern unterstützen

Eppendorf/Hoheluft Diese Runde ist vermutlich einmalig. Das Bildungsnetzwerk Eppendorf, in dem sich Vertreterinnen und Vertreter der Schulen und Kindertagesstätten aus Eppendorf und Hoheluft-Ost sowie weiterer Institutionen dieser Stadtteile, die sich mit den Themen Bildung, Kinder und Familie beschäftigen, regelmäßig treffen. Kita Martinistraße am frühen Abend: Leiterinnen und Leiter von Schulen, Kindertagesstätten, vom Bauspielplatz Eppendorfer Park und vom Kulturhaus Eppendorf sowie weitere Menschen, die sich mit den Kindern des Stadtteils beschäftigen, treffen sich in entspannter Runde, um über Themen zu sprechen, die insbesondere die Eltern des Stadtteils betreffen. Vor einem Jahr zum Beispiel über „Burnout Kids“, über die Überforderung von Kindern durch zu hohe Leistungsanforderungen. Zu diesem Thema organisierte das Bildungsnetzwerk Eppendorf, kurz BiNe, seine erste Veranstaltung im Juni dieses Jahres mit Professor Michael Schulte-Markwart, der am Universitätsklinikum Eppendorf die Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychosomatik leitet.

Stadtteilnahe Hilfe


Derzeit beschäftigt sich BiNe mit dem Thema „Kinder und Medien“. Auch dazu wird es eine Veranstaltung geben, im ersten Halbjahr 2016. Sie wird jetzt vorbereitet. Seit 2012 gibt es BiNe. Damals organisierten sich die Eppendorfer Vertreter der Regionalen Bildungskonferenz, um kleinräumiger zu arbeiten. Den Stadtteil gut zu kennen, das erschien ihnen die wichtigste Grundlage für ihre Arbeit zu sein. „Zwei Jahre haben wir gebraucht um uns kennen zu lernen. Wichtig war uns: Wer kann was bieten und wem nützen?“, erzählt Karin Möller, die Leiterin der Marie-Beschütz-Schule. „Die entscheidenden Fragen sind: Was bewegt den Stadtteil? Welche Bedarfe haben die Eltern?“, erläutert Edith Aufdembrinke, Gründerin der DAGO Kinderlobby. Um die Institutionen der anderen besser kennen zu lernen tagt BiNe jedes Mal in einer anderen Einrichtung. So ist viel Vertrauen untereinander entstanden. „Eppendorf ist für einen solchen Zusammenschluss gut geeignet, weil die Schulen und Kitas relativ dicht beieinander liegen“, findet Karin Möller. Die BiNe-Treffen dienen auch schlicht dem Informationsaustausch. Welche
Schule, welche Kita plant gerade welche Veranstaltungen, welche Initiativen zu bestimmten Themen durchzuführen? Im ersten Jahr haben sich die BiNe-Mitglieder sieben Mal getroffen. 40 bis 50 Institutionen umfasst das Netzwerk offiziell. Fast 20 arbeiten regelmäßig mit, darunter alle Schulen, fünf Kitas, Spielhaus und Bauspielplatz Eppendorf und das Kulturhaus. Neben der Durchführung von Veranstaltungen und Informationsaustausch will BiNe einen Informationspool für Familien aufbauen und auch auf der politischen Ebene präsent sein und mitmischen. Hauptziel: die Bildungslandschaft in Eppendorf gut verzahnen. Über Gelder verfügen die Bildungsnetzwerker nicht. Kostendeckend wird dennoch gearbeitet. Die Veranstaltungen müssen sich selbst tragen. Wie wichtig sie sind, hat das Bildungsnetzwerk schon nach der ersten festgestellt. Sie war gut besucht. „Dort bekommt man Kontakte zu den Eltern“, sagen alle. Das ist am wichtigsten. (ch)
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