Neuer Ballon-Platz in Hamburg gesucht

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Fesselballonstarts auf der Moorweide – das Wochenblatt hat den Anblick vorempfunden. Der Kerngebietsauschuss Eimsbüttel ist gegen den Standort Foto: Hanke/Montage: Kühn

Standort Deichtorhallen wegen Sanierung passé. Moorweide als Alternative?

Hamburg Ballonstarts auf der Moorweide? Den großen Fesselballon, der bis vor einem Monat vor den Deichtorhallen höhenbegeisterte Zeitgenossen über Hamburg schweben ließ, würde das Betreiberunternehmen, die HighFlyer Betriebsgesellschaft mbH, am liebsten vorübergehend und bei Erfolg auch dauerhaft auf der Moorweide starten lassen. Der Ballon kann an seinem alten Standort nicht mehr in die Luft gehen, weil die Deichtorhallen saniert werden. „Die Moorweide wäre der ideale Standort für uns. Sie liegt zentral und ist mit Verkehrsmitteln sehr gut zu erreichen“, sagte Farhad Vladi, der Geschäftsführer von HighFlyer, bei der Vorstellung seiner Moorweiden-Pläne im Kerngebietsausschuss (KGA) Eimsbüttel. Die Kommunalpolitiker konnte er allerdings nicht begeistern. Der KGA lehnte das Konzept der Ballonbetreiber ab.

„Heilige Kuh“ Moorweide

„Eine Grünfläche gehört allen zu jeder Zeit. Sie eignet sich ohnehin schlecht für Ballonstarts. Besser ist ein Industriegebiet. Auf der Moorweide
gibt es auch keine Infrastruktur für einen Ballonbetrieb“, begründete der CDU-Abgeordnete Michael Westenberger sein negatives Votum. „Unter keinen Umständen“ würde Hartmut Obens von den Linken die Moorweide für Ballonstarts zur Verfügung stellen, denn „die Moorweide wird dringend gebraucht.“ Auch Jens Meyer (FDP) konnte sich nicht für
die Ballonidee begeistern. Mechthild Führbaum (SPD) bezeichnete die Moorweide als „unsere heiligste Kuh“ und fragte, was denn der Bezirk Eimsbüttel von Ballonstarts auf der großen Grünfläche hätte. Das Logo des Bezirks auf dem Ballon hätten die Betreiber wohl zugestanden. Insbesondere der Installation eines mobilen Pavillons auf der Grünfläche für die Abwicklung des Publikumsverkehrs erteilte der KGA eine Absage. Die Ablehnung aller Fraktionen war am Ende eindeutig. Die Ausschussmitglieder versprachen den Geschäftsführern der HighFlyer Betriebsgesellschaft aber, nach einer für die Ballonstarts geeigneten Fläche im Bezirk Eimsbüttel Ausschau zu halten. Mit dem Fesselballon sind immerhin schon rund 120.000 Menschen in Hamburgs Himmel aufgestiegen. Fladi will an seinen Plänen festhalten und beim Bezirksamt vorstellig werden. (ch)
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