Neuer Direktor der Jugendmusikschule

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Der neue Miralles-Saal wartet nur auf glanzvolle Auftritte: ein Anliegen von Dr. Christofer Seyd. Foto: Haas

Dr. Christofer Seyd seit zwei Monaten im Amt

Pöseldorf. Seit zwei Monaten hat er seine neue Wirkungsstätte am Mittelweg. Dr. Christofer Seyd (40) ist der neue Direktor der Staatlichen Jugendmusikschule Hamburg mit Sitz im Michael Otto Haus, als Nachfolger von Claudia Draser. „Eine solch herausragende Bildungseinrichtung leiten zu dürfen, ist für mich eine Aufgabe, über die ich mich unglaublich freue.“ sagt Seyd. Sein Hauptauftrag: Musikunterricht für möglichst viele Kinder und Jugendliche zu ermöglichen und Talente bis zur Leistungsspitze zu fördern. „Das ist für mich weniger ein Beruf als vielmehr eine Berufung, der ich gern folge.“ Der passionierte Pädagoge steuert künftig die Geschicke der mit Abstand größten Hamburger Schule, auch der größten deutschen Schule: Immerhin 13.000 Schüler werden von 320 Lehrkräften in wöchentlich 3.000 Unterrichtsstunden unterrichtet. Als waschechter Hamburger Jung liebt er eben Superlative. Aufgewachsen in einer musikalischen Familie spielt er schon als Jugendlicher Klarinette auf Konzertniveau. Während seiner Bundeswehrzeit dient er im Heeresmusikkorps. Zugleich ist Seyd passionierter Turniertanzsportler, der sein „teures Hobby“ als lizenzierter Tanztrainer finanzieren kann – und sich dennoch gegen eine Profikarriere entscheidet. Stattdessen beendet er ein Lehramtsstudium 1998 an der Uni Lüneburg. Musik und Mathematik sind seine Fächer, für Christofer Seyd – ähnlich wie für viele musikalische Talente – passen sie gut zusammen: „Musik ist mathematisch ergründbar“, meint er, ebenso enthalte die Mathematik „viel kreatives Potenzial“. Danach ist Christofer Seyd fünf Jahre tätig als Lehrer an einer Grundschule in Buxtehude, wo er einen Chor gründet: Die „Buxtehuder Stieglitze“ machen bald von sich reden bei Konzerten auf der „Elbtour 2000“, bei der Liedermacher Rolf Zuckowski auf die Verdienste des Lehrers aufmerksam wird. Die beiden arbeiten immer wieder eng zusammen.
Zwei seiner drei Kinder werden in China geboren. Fast nebenbei schließt er hier seine Doktorarbeit ab, fliegt zwischen wichtigen Schulterminen nur für wenige Tage nach Deutschland zur Disputation. Nach fünf Jahren China zurück in Hamburg, wird Dr. Seyd tätig als Hauptseminarleiter im Institut für Lehrerfortbildung. Jetzt widmet sich der neue Direktor der Jugendmusikschule anderen gewichtigen Aufgaben: Mehr als 100 Instrumental-Ensembles, Orchester, Bands, Chöre und Tanzgruppen gilt es, nach vorne zu bringen: Für glanzvolle Auftritte ist der neue Miralles-Saal im Michael Otto Haus wie geschaffen. Ebenso am Herzen liegen Dr. Seyd die „Leuchtturmprojekte“ seiner renommierten Schule: die Mädchen-Band oder die Jazz-Projekte, die Opernakademie sowie der Neue Knabenchor Hamburg. Ganz oben auf der Agenda steht zudem der Umgang mit der flächendeckenden Einführung der Ganztagsschulen. Der Instrumentalunterricht der Jugendmusikschule, der in sieben Stadtbereichen an über 160 Schulen stattfindet, muss trotz der verlängerten Schulzeiten nachmittags sichergestellt bleiben. „Das ist nicht nur eine logistische Herausforderung. Hier gilt es, gleich sinnvolle Kooperationen mit den Schulen auszuloten.“ betont der Direktor. Denn die Jugendmusikschule könne auch das Nachmittagsangebot für die Ganztagsschüler durchaus sinnvoll bereichern und sie musikalisch fördern. (wh)
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