Neues Planschbecken

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Das Spielschiff am großen Planschbecken soll instandgesetzt werdenFoto: Burmeister
 
Abteilungsleiter Hans-Hermann Lahtz, Mathias Buller und Bernhard Kinkel mit Revierleiterin Marieke Schulz-Gerlach

Spielplatz im Stadtpark wird für 1,5 Millionen Euro umgebaut

Winterhude. Ein Jahr vor dem 100. Jubiläum des Stadtparks haben die Mitarbeiter des Fachbereichs Stadtgrün des Bezirksamtes Hamburg-Nord ihre Pläne für die Sanierung des Kinderspielplatzes am Planschbecken öffentlich zur Diskussion gestellt. Auf farbigen Planskizzen konnten sich Kinder und Eltern in der vergangenen Woche selbst ein Bild davon machen, wie der größte Stadtparkspielplatz nördlich der großen Festwiese in Zukunft aussehen wird. Kernprojekt des 1,5-Millionen-Euro-Sanierungsvorhabens ist die Erneuerung des 3.000 Quadratmeter großen Planschbeckens, das bereits seit Generationen ein beliebter Anziehungspunkt für kleine und größere Kinder ist. „Die letzte Sanierung des Planschbeckens liegt schon Jahre zurück“, berichten die Experten vom Management des öffentlichen Raumes. Zuletzt sei vor etwa 15 Jahren versucht worden, die Schäden durch eine neue Dichtungshaut zu beheben. Nun habe man sich entschieden, ein neues Becken auf die alte Anlage aufzusetzen.
Der Beckenrand wird Sitzhöhe haben. Die Wassertiefe sinkt gleichmäßig von zehn Zentimeter Tiefe am Beckenrand auf 60 Zentimeter in der Mitte. „Auch kleine Kinder müssen das Becken und seine Gefahren in jeder Situation einschätzen können“, erläutert Landschaftsarchitekt Mathias Buller vom Bezirksamt Hamburg-Nord. Spielelemente – wie zum Beispiel eine Wasserrutsche – wird es im Wasser aus diesem Grund nicht geben. Auch der Spielplatz rund um das Planschbecken soll bei dieser Gelegenheit eine Verjüngungskur erfahren. Das Spielschiff wird instandgesetzt und mehrere alte Geräte werden durch neue ersetzt, darunter die Hangelbögen und die Schaukeln. Für kleinere Kinder wird es eine Nestschaukel geben. Außerdem wird eine Wassermatschanlage eingerichtet.
Um Rollstuhlfahrern und auch Müttern mit Kinderwagen den Weg zum Planschbecken zu ermöglichen, soll eine befestigte Rampe installiert werden. Ob sie mit Sand überdeckt sein wird, wollen die Planer nach dem öffentlichen Gespräch noch einmal überdenken. Die Mitarbeiterin einer Behinderteneinrichtung hatte zu bedenken gegeben, dass Sand für Rollstuhlfahrer ein Hindernis sei – auch wenn sich darunter ein befestigter Weg befindet. Freuen dürfen sich auch Stadtparkbesucher, die gern zum „Slacklining“ in den Park kommen. „Wir sind dabei das Erdlager zu räumen, das sich zur Zeit noch hinter der großen Seilbahn befindet“, erläutert Mathias Buller. „Das dadurch frei werdende Gelände werden wir als Wiesenfläche mit einem Slacklineparcours herrichten.“ Die Planer reagieren damit auf die zunehmende Beliebtheit Trendsportart, die leider für viele Bäume verheerende Folgen hat. „Die Baumrinde wird durch den Druck des Gurtbandes extrem belastet“, erläutern die Stadtgrünexperten. „Wir werden daher Pfosten errichten, zwischen denen die Slackline gespannt werden kann.“ Die CDU kritisiert die geplante Anschaffung von zwei Seilspanner-Pfosten für 10.000 Euro als Verschwendung. Insgesamt stellt die Stadt 1,5 Millionen Euro aus dem Sanierungsfonds 2020 für die Park-Kur bereit. Die Planungen für den Spielplatz sollen noch vor den Ferien dem Regionalausschuss vorgestellt werden. Danach kann mit dem Ausschreibungsverfahren und der Auftragsvergabe begonnen werden. Die Bauarbeiten sollen frühestens nach der Sommersaison beginnen. Das neue Planschbecken wird voraussichtlich im Mai 2014 fertig sein. (bb)
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