Noch mehr Wohnbunker?

Anzeige
So könnte die Wohnanlage in der Forsmannstraße 10 ab Ende 2016 aussehen Visualisierung: Grossmann & Berger

Hochbunker im Kuhnsweg vermutlich verkauft und vor Abriss

Von Miriam Flüß
Winterhude
Steht in Winterhude rund um den Schinkelplatz erneut ein Bunkerabbruch mitten im Wohngebiet bevor? Der Hochbunker im Kuhnsweg 9 wurde Ende 2014 vom Bezirksamt leer geräumt und der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben übergeben. „Der Bunker ist vermutlich nicht mehr zu haben. Er findet sich jedenfalls nicht auf der Angebotsseite der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben“, so Katja Glahn, Pressesprecherin vom Bezirksamt Nord. Über einen Verkauf liegen dem Bezirksamt keine Informationen vor. Das Grundstück im Kuhnsweg hat eine Größe von 896 Quadratmetern. Laut geltendem Planrecht ist hier Wohnen in viergeschossiger geschlossener Bauweise vorgesehen.
Nur wenige Straßen weiter war der Abbruch des Hochbunkers in der Forsmannstraße 10 lange von der Bürgerinitiative „Wir sind Winterhude“ umkämpft. Einige Nachbarn zogen aus Angst vor Lärmbelastungen sogar aus (das Wochenblatt berichtete). Am Standort des ehemaligen Hochbunkers soll voraussichtlich Ende 2016 das Neubauprojekt „epoch“ mit 38 zwischen 61 und 186 Quadratmeter großen Eigentumswohnungen und einer Tiefgarage entstehen. 37 Wohnungen mit einem durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 6.393 Euro sind bereits verkauft, teilt die Grossmann und Berger GmbH mit.
In Wohnraum umgewandelt wird auch der Standort des ehemaligen Hochbunkers im Poßmoorweg 38 b. Hier war der Abbruch die Auflage für den Käufer. Die Vorbereitungen für den Abriss haben begonnen. Laut Finanzbehörde ist die Bebauung mit einem Mehrfamilienhaus mit voraussichtlich 23 Wohnungen sowie einer Tiefgarage geplant. „Es sind sowohl Eigentumswohnungen als auch Mietwohnungen im freifinanzierten Geschosswohnungsbau geplant“, so Anja Fischer von der Finanzbehörde. So konkrete Angaben möchte die Günther Franke Gruber Bauherren GmbH noch nicht machen: „Die Planungsphase für das Projekt ist noch nicht abgeschlossen“, so Projektmanager Michael Nass. Dies sei voraussichtlich Anfang 2016 der Fall. Wohnraum soll auch in der Barmbeker Straße 181–187 entstehen. Anfang des Jahres hatte ein Hamburger Ehepaar den ehemaligen Hochbunker mit dem Plan erworben, hier zehn Wohnungen und zwei Penthouses entstehen zu lassen. Ein Vorbescheidsantrag zu Wohnzwecken, eingereicht Mitte Dezember 2014, wurde laut Auskunft des Bezirksamtes auf eine kleine Anfrage der CDU Mitte Februar 2015 zurückgenommen. Seit April liegt ein Nutzungsänderungsantrag zu Wohnzwecken für acht Wohneinheiten vor. „Das Antragsverfahren läuft noch, daher sind keine Auskünfte möglich. Ab wann gebaut werden könnte, ist offen“, so Bezirksamtssprecherin Glahn.
Anzeige
Anzeige
1 Kommentar
1.240
Elke Noack aus Rahlstedt | 13.10.2015 | 11:16  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige