Pionierarbeit bei Hamburger Wohnprojekt

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Freuen sich über ein bahnbrechendes Zukunftsmodell für das frühere Krankenhaus Bethanien: Klaus Kolb (MartiniErLeben, Mitte) sowie Peter Finke (l.) und Axel Horn vom Bauverein der Elbgemeinden eG, der das Gebäude kaufte und hier bauen wirdFotos: Hanke

Kultur- und Bauverein machen im ehemaligen Krankenhaus Bethanien gemeinsame Sache

Hamburg. Ein Wohnmodell der Zukunft entsteht in Eppendorf: das ehemalige Krankenhaus Bethanien, künftig Martini 44, wird in ein „Zentrum für Kultur, Soziales und Wohnen“ umgebaut. Sozialstation, Kulturhaus, Stadtteilarchiv und kreatives Gesundheitszentrum im Erdgeschoss, Wohn-Pflege-Gemeinschaften für Menschen mit Demenz im ersten Stock, Baugemeinschaften von 30 älteren Menschen in der zweiten und dritten Etage sowie 49 geförderte Wohnungen in drei Neubauten hinter dem alten Krankenhausbau: so sieht das neue gemeinschaftliche Wohnmodell mit Kultur- und Sozialeinrichtungen aus. Es ist das erste größere Projekt in Hamburg, das nach einer Konzeptausschreibung gebaut wird. Das heißt: zu 70 Prozent hat die Stadt Hamburg nach einem Konzept, hier gemeinschaftliches Wohnen, und nur zu 30 Prozent nach dem Preis entschieden. Der Bauverein der Elbgemeinden, der bereits in unmittelbarer Nachbarschaft drei Häuser für 16 Mietwohnungen errichtet hat, wird bauen. Die 30 Wohnungen der Baugemeinschaften, mit Gemeinschaftsraum als Dachterrasse, werden im ersten Förderweg (6,20 Euro pro Quadratmeter), die 49 Wohnungen in den Neubauten im zweiten Förderweg (8,20 Euro pro Quadratmeter) errichtet. Wohnen in Eppendorf zu 100 Prozent preiswerter als derzeit normal. Das alte Krankenhausgebäude wird bis auf die unter Denkmalschutz stehende Fassade abgerissen. Die künftigen Bewohnerinnen und zwei Bewohner der Baugemeinschaften im Alter von 51 bis 75 Jahren konzipieren ihre Single-Wohnungen gemeinsam mit dem Vermieter. „Das ist Pionierarbeit. Es war auch für die Finanzbehörde Neuland“, konstatiert Klaus Kolb vom Verein MartiniErLeben, einem Zusammenschluss von sozial und kulturell tätigen Institutionen an der Martinistraße, der dieses Projekt erdacht und ausgearbeitet hat. MartiniErLeben wird alles Wissenswerte zum Bethanien-Projekt am Sonnabend, 5. April, von 10 bis 14 Uhr im Rahmen der 6. Ideen- und Planungswerkstatt in der Martinuskirche, Martinistraße 31, vorstellen. Mit dem Abriss des Bethanien-Krankenhauses soll noch in diesem Jahr begonnen werden. Die Neubauten werden voraussichtlich Ende 2016 fertiggestellt sein. (ch)
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