Projekt Glücksdrachen gewinnt Kulturpreis

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Das Projekt „Layang Layang – Inseltreffen der Glücksdrachen“ ist Gewinner des Kulturpreises Hamburg-Nord.Foto: Lublow/pi

Goldbekhaus Winterhude und Honigfabrik Wilhelmsburg waren Initiatoren

Winterhude/Barmbek. Das Projekt „Layang Layang – Inseltreffen der Glücksdrachen“ ist Gewinner des Kulturpreises der Bezirksversammlung Hamburg-Nord 2011. Es handelt sich um ein zweiwöchiges Gemeinschaftsprojekt des Goldbekhauses Kinderkultur in Winterhude und der Honigfabrik Wilhelmsburg.
Insgesamt 110 Kinder zwischen acht und 14 Jahren der Winterhuder Reformschule sowie der Ganztagsschule Fährstraße Wilhelmsburg waren an dem Drachenbau-Projekt beteiligt.
Während in Winterhude traditioneller indonesischer Drachenbau praktiziert wurde, bastelten die Wilhelmsburger Kinder Drachen jeder Art, wie zum Beispiel Kasten- und Deltadrachen. Außerdem wurden Drachenkostüme für eine Tanzdrachengruppe entworfen, eine Drachenskulptur aus Naturmaterialien gebaut und es gab eine Drachenforschergruppe sowie eine Drachenzirkusgruppe.
Das Goldbekhaus Winterhude lud drei Jugendliche aus Bali ein, die seit ihrer Kindheit Drachen aus Bambus bauen und ihre Technik den Hamburger Kindern beibrachten. Entstanden sind viele kleine und ein traditioneller Großdrachen, dessen Körper vier Meter und der Schweif 50 Meter lang wurde. Ein aufwendig geschnitzter Drachenkopf, den die Balinesen aus ihrer Heimat mitbrachten, schmückte den Flugdrachen namens „Jangan“.
Die vielen und vor allem vielfältigen Ergebnisse der beiden Drachen-Gruppen wurden auf einem großen Drachenfest, dem „Inseltreffen der Glücksdrachen“, in Wilhelmsburg präsentiert. Etwa 300 Besucher kamen zum finalen Drachenspektakel am Moorwerder Hauptdeich.
„Es hat uns einfach alle gepackt und war ein großer Erfolg“, sagte Mit-Initiatorin Regine Hüttl vom Goldbekhaus bei der Preisverleihung. Der Kulturpreis ist mit 2000 Euro dotiert, die sich die beiden Kultureinrichtungen teilen.
Laudatorin Amelie Deuflhard vom Kampnagel betonte vor allem die lokale und globale Verbundenheit des Projektes: „Über 100 Kinder haben neue Erfahrungen gesammelt, auch über eine fremde Kultur, das Leben und die Arbeit in Indonesien. Mehr geht nicht.“
Der Kulturpreis Hamburg-Nord wurde zum achten Mal verliehen. Etwa zehn kulturelle Institutionen und Vereine hatten sich beworben. Unter anderem die Zinnschmelze mit der Hamburger Theaterjugend, die jährliche Kampnagel-Veranstaltung „Mädchen rocken Hamburg“ und das Theater 36 für Behinderte und Nichtbehinderte. Ort der Preisverleihung war das Hamburger Puppentheater in Barmbek, der nicht ohne Grund ausgesucht wurde. Bezirksamtsleiter Harald Rösler erklärte in seiner Begrüßungsrede: „Ich freue mich, dass diese Feier im alten und neuen Puppentheater stattfindet, das noch vor einem Jahr kurz vor der Schließung stand. Jetzt ist die Zukunft des Puppentheaters erst einmal gesichert.“ Rösler betrachte diesen Ort deshalb als Glückssymbol für die Zukunft der kulturellen Arbeit in Hamburg-Nord.(sl/pi)
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