Protest gegen Mauerbau in Hamburg

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Die Anrainer aus den Bornstraßenhäusern vor der neuen Mauer Foto: Hanke

Bornstraße: Grundstücksgrenze mit Beton „markiert“

Hamburg. Sybille Weinrich guckt wehmütig auf eine planierte Fläche schwarzer Erde hinter dem Etagenhaus Bornstraße 10, in dem sie wohnt. „Hier wuchsen rund 170 verschiedene Blumen“, erzählt die Bewohnerin. Ein großer Garten befand sich dort, der von allen Anrainern gehegt und gepflegt wurde. Grundstücksgrenzen spielten keine Rolle. Seitdem das Immmoblienunternehmen Seydelmann aus Stuttgart das Haus Bornstraße 10 erworben hat, kursierten Pläne zur Abgrenzung des langgestreckten Grundstücks, das an die Terrassenhäuser Bornstraße 7a-d grenzt, von denen eine kleine Treppe zu der höher gelegenen Fläche führt. Der Übergang zwischen den Grundstücken ist nun an drei Stellen durch eine Betonmauer versperrt, die genau auf der Grundstücksgrenze verläuft. Die Anwohner verstehen es nicht. „Warum das gemacht wird, weiß niemand“, erzählt Werner Heine, Bewohner einer der Terrassenhäuser. Die Anrainer des großen Gartens hatten mehrfach versucht mit Christiane Seydelmann, der für den Hamburger Hausbesitz des Unternehmens zuständigen Eigentümerin der Immobilienfirma, ins Gespräch zu kommen. Vergebens. Sie hat den Mauerbau durchgesetzt. Die enttäuschten Anwohner haben sich nun an die Fraktionen in der Bezirksversammlung Eimsbüttel gewandt, um herauszubekommen, ob das alles rechtens ist. Die Firma Seydelmann hat sich bis zum Redaktionsschluss nicht zu ihrem Mauerbau geäußert. (ch)
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