Radfahren auf dem Mühlenkamp

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„Es muss eine Lösung gefunden werden, die allen Verkehrsteilnehmern gerecht wird“: Olaf Weinrich von der Hamburger Hochbahn und Hans Grote vom Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer. Foto: ab
Winterhude. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) lud vor kurzem Vertreter des Bezirks, der Hamburger Hochbahn und interessierte Anwohner in das Goldbekhaus zur Podiumsdiskussion zum Thema Radfahren auf dem Mühlenkamp.

Der ADFC Hamburg fordert die Einrichtung eines Schutzstreifens für Fahrradfahrer auf dem Mühlenkamp. „Damit würden Räder und auch Busse schneller vorankommen“, sagt Landesvorsitzende Kirsten Pfauel. Sie radelt selbst täglich über den Mühlenkamp. „Radfahrer können durch den Schutzstreifen geschützt auf der Straße fahren. Da Autofahrer die Radler immer im Blick haben, ist dies die sicherste als auch komfortabelste Variante der möglichen Radführungen.“ Außerdem fordert der ADFC verbesserte Abstellanlagen für Fahrräder. Auf dem Mühlenkamp gilt auch jetzt schon: Radfahrer müssen auf der Straße fahren. Doch gerade bei hohem Verkehrsaufkommen zur Rush-Hour - verstärkt durch Zweite-Reihe-Parker und den Lieferverkehr der zahlreichen, anliegenden Geschäfte - wird es für Radfahrer eng auf dem ohnehin schmalen Mühlenkamp.
Nicht nur die Straße birgt Gefahren
„Ich wohne in der Nähe des Mühlenkamps und mache hier meine täglichen Besorgungen. Doch inzwischen lasse ich mein Rad leider immer häufiger stehen, da das einfach zu gefährlich hier ist“, sagt Rentnerin Hannelore B. „Da viele aus Angst mit dem Rad auf den Gehweg ausweichen und teils mit hoher Geschwindigkeit an den Fußgängern vorbeibrausen, muss man immer ein wachsames Auge haben, damit man nicht miteinander kollidiert.“ Das Ausweichen der Radfahrer mag verständlich sein, verlagert das Problem jedoch von der Straße auf den Gehweg.
Busbeschleunigung
„Man muss individuell schauen, was in Frage kommt und was überhaupt realisierbar ist“, sagt Hans Grote vom Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer. Auch dem Bezirk fehlen derzeit konkrete Ideen, um die Verkehrssituation am Mühlenkamp zu entschärfen. Dazu Reinhart Bartsch vom Bezirksamt Nord: „Mit dem Busbeschleunigungsprogramm des Senats wurden unsere Gedanken hierzu wieder zurückgestellt.“ Der vom ADFC geforderte Radschutzstreifen könnte auch eine akzeptable Lösung für die Hamburger Hochbahn darstellen: „Die Situation am Hofweg hat sich durch die Einrichtung des Schutzstreifens verbessert.“(ab)
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