Risiko Gärtner-Brücke?

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Beinahe wäre es hier zu einem Zusammenstoß gekommen: Justus wurde hier – bei einsetzender Dunkelheit – von einem Radfahrer übersehenFoto: Kuchenbecker

Initiative und SPD fordern mehr Licht an neuer Querung

Von Nicole Kuchenbecker
Winterhude/Barmbek. Die Heinz-Gärtner-Brücke zwischen Jarrestadt und Johannes-Prassek-Park ist die jüngste Verbindung der Stadtteile Winterhude und Barmbek-Süd. Gern wird sie von Eltern mit Kindern, Spaziergängern und Radfahrern genutzt. Doch bei Dunkelheit kann sie auch Risiken bergen: Während die Winterhuder Seite halbwegs ausgeleuchtet ist, strahlt in Barmbek lediglich eine Laterne die Rampe und Treppe der Brücke an. Zu wenig, so ist der Eindruck des drei Jahre alten Justus aus Winterhude. Der Sohn der WochenBlatt-Reporterin wäre beinahe mit einem Radfahrer zusammengestoßen. Und offenbar ist er nicht der einzige, der hier Probleme hat.
Ende August war die Heinz-Gärtner-Brücke von Bezirksamtsleiter Harald Rösler und der Zweiten Bürgermeisterin Dorothee Stapelfeldt in Betrieb genommen worden. Als Verbindung zwischen Jarrestadt und dem Johannes-Prassek-Park ist sie bei den Anwohnern sehr beliebt. Auch Justus nutzt sie häufig, um mit seinen Eltern um von Winterhude aus zum Spielplatz im Park zu kommen. Kürzlich passierte es dann: Während die Mutter bereits die Treppen genommen hatte, rannte Justus die Rampe hinauf - sie ist nicht explizit für Radfahrer ausgewiesen, kann also auch von Fußgängern oder Eltern mit Kinderwagen benutzt werden. Ein entgegenkommender Radfahrer übersah Justus, der mit seiner Größe von einem Meter gerade bis an das Geländer reicht, in der Dämmerung. Obwohl die Mutter noch lauthals Justus und den Radfahrer warnte, kam es zu einem Beinahe-Unfall. Der Radfahrer reagierte überhaupt nicht auf die lauten Rufe der Mutter.
Die Frage, ob die Beleuchtung der 33 Meter langen Brücke ausreicht, hat die Verwaltung und Politik erreicht. Bernd Kroll, Sprecher der Initiative „Unser Winterhude“ wandte sich mit einem Schreiben an Bezirksamtsleiter Harald Rösler. Die Initiative fordert darin eine kurzfristige Überprüfung der Beleuchtung rund um die Heinz-Gärtner-Brücke. Auch SPD-Politiker Markus Hahn macht sich für mehr Licht an der Heinz-Gärtner-Brücke stark.
„Während die Winterhuder Seite“, so Bernd Kroll von der Bürgerinitiative, „sehr gut ausgeleuchtet ist, besteht auf der Barmbeker Seite der Brücke dringender Handlungsbedarf. Sowohl der Kurvenbereich der Rampe als auch die Stufen zur Brücke müssen deutlich besser ausgeleuchtet werden. Die Lampe auf der Barmbeker Seite reicht da nicht.“
In einem Schreiben an das Bezirksamt Hamburg Nord weist die Initiative darauf hin, dass sich bereits mehrere Bürger bei ihr über die Situation beschwert hätten und sie hofft, „dass das Bezirksamt hier kurzfristig und unbürokratisch für Abhilfe sorgt“. Doch ob das geschieht, scheint fraglich. Denn das Bezirksamt handelt aufgrund eines Beschlusses der Bezirksversammlung aus dem Frühjahr 2012. Und diese folgte einer Stellungnahme der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation: Das Beleuchtungskonzept für die Osterbekkanalbrücke sieht vor, an jeder Uferseite eine Leuchte zu stellen. Aufgrund der Länge der Brücke von unter 40 Metern sei es nicht erforderlich, auf der Brücke eine zusätzliche Beleuchtung zu installieren.
Der Winterhuder SPD-Politiker Markus Hahn sieht das jedoch anders: „Um die Situation für Fußgänger – insbesondere für Kinder und ältere Menschen – an der Heinz-Gärtner-Brücke sicherer zu gestalten, werde ich mich beim Bezirks-
amt Hamburg-Nord für eine bessere Ausleuchtung einsetzen.“ Er möchte außerdem prüfen lassen, welche zusätzlichen Maßnahmen zur Wegesicherung beispielsweise durch die Aufstellung von Pollern, umgesetzt werden können. Damit Justus unfallfrei bleibt. (nk)
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