Schwanenvater rettet Entenfamilie

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Die frisch geschlüpften Daunenküken der Stockente brauchen als erstes Wasser Foto: wb

Olaf Nieß und sein Team evakuieren Stockente mit zwölf Küken vom Dach des Hanseviertels

Eppendorf/City Die Rettung von Jungtieren aus misslicher Lage gehört aktuell zum Alltag des Hamburger Schwanenwesens. Am vergangenen Donnerstag rückte Schwanenvater Olaf Nieß mit einem Helfer aus – diesmal ging es ohne Boot zur Tierrettung in die Innenstadt. Eine Stockente mit zwölf Küken musste vom Dach des Hanseviertels geborgen werden. „Die Tiere waren auf dem Parkdeck durch den Autoverkehr stark gefährdet. Zudem stand den Jungen kein Wasser zur Verfügung,“ erklärte Olaf Nieß, der die Tiere behutsam einfing und erfolgreich in den Vier- und Marschlanden wieder auswildern konnte. Mit viel Umsicht wählen Stockentenpaare ihren Nistplatz. Sobald ihnen der Nestbau in Ufernähe von Gewässern wenig attraktiv erscheint, etwa wegen Überschwemmungen oder zu viel menschlichem Trubel wie an der Alster, brüten sie lieber auf Bäumen oder Dachterrassen – oder wie in der Speicherstadt, eben auf höher gelegenen Fenstersimsen. Sobald die Dunenküken geschlüpft sind, watschelt die Familie zum nächst gelegen Gewässer. Meist schadlos überstehen die Flaumknäuel sogar Sprünge von hoch oben, wenn sie nicht auf hartem Untergrund aufschlagen oder inmitten des Autoverkehrs landen. Dieses Risiko besteht auch im Hanseviertel, obwohl der Brutplatz sehr attraktiv gewesen sein muss bei dieser stattlichen Kükenzahl. (wh)
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