Sie bringen Kunst in den Park

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Künstlerin Ulla Bärwald (links) bedankt sich bei Bettina Schwantner Foto: Gabriel
 
Diedrich B. Magnussen, Bettina Schwantner und Ulla Bärwald bei der Vernissage (v. l.) Foto: Gabriel

Ehrenamtler organisieren Forsthaus-Ausstellungen

Von Susanne Gabriel
Winterhude
Das Ehrenamt ist vielfältig – nicht immer denkt man da zuerst an die Kunst. Doch auch in diesem spannenden Bereich kann man sich engagieren: Im Sierichschen Forsthaus im Stadtpark kümmern sich Ulla Bärwald und Diederich B. Magnussen um die Galerie des Stadtpark Vereins. Diese geht ein Jahr nach dem 100. Stadtpark-Geburtstag in ihre zweite Saison.
Heute ist Vernissage, ausstellen wird Bettina Schwantner, eine ehemalige Grafik-Designerin, die sich inzwischen ganz der Malerei verschrieben hat. Ihre farbenfrohen Bilder schmücken die weißen Wände im Erdgeschoss, das sich nun langsam füllt. In der angrenzenden Küche wartet eine liebevoll gedeckte Tafel mit Kaffee und Kuchen. Noch eine halbe Stunde, dann wird die Ausstellung eröffnet, die bis zum 30. Mai zu sehen sein wird.
Ulla Bärwald und Diederich B. Magnussen haben nun alle Hände voll zu tun. Sie begrüßen die ankommenden Gäste, moderieren und fotografieren. Beide sind in Rente, doch das Ehrenamt hält sie jung. „Ich habe mich schon immer für die Kunst begeistert“, so Ulla Bärwald. Diederich B. Magnussen besaß 30 Jahre lang ein Fotostudio in Winterhude, jetzt hat er gleich mehrere Ehrenämter inne, darunter auch beim Winterhuder Bürgerverein. „Ich wohne hier gleich nebenan. Da hat sich das so ergeben.“ Seit 2002 ist Magnussen Mitglied im Stadtpark Verein. Ulla Bärwald, begeisterte Nordic Walkerin, schaute einfach im Forsthaus vorbei. „Diederich informierte mich über alles. Seitdem bin ich dabei.“ An der Galerie gefällt Ulla Bärwald vor allem, „dass man hier eine Menge bewegen kann. Ich liebe den Kontakt zu den Künstlern.“ Dabei ist jede neue Ausstellung eine ganz eigene Herausforderung. Die Werke müssen sich harmonisch in den Raum einfügen, die Vernissage muss organisiert werden. An Interesse mangelt es nicht. „Die Künstler rennen uns mittlerweile die Türen ein“, so Bärwald, „Der Ort ist äußerst attraktiv.“
Das Forsthaus ist inzwischen überfüllt, etwa hundert Leute drängen sich darin. Einige stehen noch draußen, darunter auch neugierige Passanten. Was man auf den ersten Blick nicht sieht: Das Gebäude aus dem Jahr 1885 muss dringend saniert werden, seit langem gibt es Probleme mit der Feuchtigkeit. Nun kann das Thema angegangen werden: Die Bürgerschaft stellt dem Stadtpark Verein über 21.000 Euro zur Verfügung, damit die Grundmauern trockengelegt werden können. Außerdem soll die Fassade in Ordnung gebracht werden. Der Betrieb läuft währenddessen weiter.
Was wünschen sich die Gastgeber für die Zukunft? „Ich fände es schön, wenn wir das jüngere Publikum noch besser erreichen könnten“, sagt Ulla Bärwald, „Kritische Kunst würde mir gefallen.“ Diederich B. Magnussen begeistert sich für die Forschung und hätte gern „Dokumentationen von und für den Stadtpark.“ Vieles ist möglich – jeder, der Lust hat mitzumachen und eigene Ideen einzubringen, ist willkommen. Gesucht werden auch noch Aktive, die das Haus öffnen und den Besuchern die Kunstwerke näherbringen. „Dann könnten wir unsere Öffnungszeiten ausdehnen“, so Diederich B. Magnussen.

Geöffnet ist derzeit Di. und Do. von 14-16 Uhr und Sa. und So. von 12-16 Uhr, der Eintritt ist frei. Weitere Infos: www.stadtparkverein.de
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