StaBi wird saniert

Anzeige
Olaf Eigenbrodt, der Baubeauftragte der Staatsbibliothek, im leer stehenden Magazin des Altbaus. Der ganze Magazinbereich wird entfernt und in Arbeitsplätze und Lesesäle umgebaut. Foto: Hanke

5,3 Millionen Euro für Umbau im Magazinbereich

Rotherbaum. Die Staats- und Universitätsbibliothek wird umfassend saniert. 5,3 Millionen Euro hat die Hamburgische Bürgerschaft gerade für den Beginn der ersten Erneuerung der Staatsbibliothek seit dem Neubau vor 30 Jahren bewilligt. Das allerdings ist nur der Anfang. Die vollständige Sanierung wird viel mehr kosten und wird sich über Jahre hinziehen. Ein Gesamtkonzept wird gerade erarbeitet. Für die ersten 5,3 Millionen Euro aber kann der Magazinbereich im Altbau schon ´mal umgebaut werden.
Außerdem werden damit Klimatechnik und Brandschutz modernisiert. Die größte Veränderung erfährt die Staatsbibliothek (Stabi) im Altbau, dem früheren Gebäude des Wilhelm-Gymnasiums. Hier wird der Magazintrakt, der in den 1940er- und 1950er Jahren dort eingebaut wurde, wo sich einst die Aula, die Sport- und eine Gymnastikhalle befanden, komplett entfernt. Das heißt aus neun Magazingeschossen werden wieder die alten drei Etagen. Die Magazine im Altbau, in denen sich vor dem Neubau der gesamte Bestand der Staatsbibliothek befand, stehen bereits seit geraumer Zeit leer. „Das sind 1300 Quadratmeter ungenutzte Fläche“, erläutert Olaf Eigenbrodt, der Baubeauftragte und Leiter der Hauptabteilung Benutzerdienste der Staatsbibliothek. Dieser Bereich wird in weitere Arbeitsplätze, Lesesäle und Magazine für die mittlerweile rund 4000 Besucher pro Tag umgebaut. Der Stabi-Neubau wurde vor 30 Jahren für die Hälfte, für rund 2000 Besucher pro Tag, konzipiert. „Die Staatsbibliothek ist in den letzten Jahren zunehmend zum Lernort für Studierende geworden. Daher halten sich viel mehr Menschen bei uns auf als wie früher“, erläutert Stabi-Pressesprecherin Marlene Grau. Wann mit dem Umbau der Magazine im Altbau begonnen wird, ist noch nicht sicher. Sicher dagegen ist, dass das Infozentrum im ersten Stock von Juli bis September ein ganz neues Gesicht bekommen wird. Der Umbau dieses Bereiches wird aus Eigenmitteln der Staatsbibliothek finanziert. Die Arbeitsplätze werden modernisiert. Es werden Gruppenarbeitsplätze geschaffen. Die Regale in der Mitte werden durch ein schlangenförmiges Regal erssetzt, das sich durch den ganzen Raum windet. Auch der neue Infotresen erhält runde Formen. „Es ist in erster Linie eine funktionale Modernisierung, aber auch eine ästhetische“, erläutert Olaf Eigenbrodt. „Wir schaffen eine frische, moderne Atmosphäre“, ergänzt Marlene Grau. Zwei Innenarchitektinnen, die auf die 1970er und 1980er Jahre spezialisiert sind, werden das Stabi-Infozentrum neu gestalten. Zur prägenden Farbe wird das dunkle Ochsenblutrot, das sich auch schon im Logo der Stabi findet. Der neue Teppich wird zum Beispiel diese Farbe haben. Auch das Gestühl wird erneuert. Unter keinem Tisch stört nach der Sanierung noch ein lästiger Querbalken. Für die Stühle wurde das Original von 1982 gewählt. Alle Sitzmöbel entsprechen dann dem Schalen-Modell von Eiermann. Die ästhetische Gestaltung des Infozentrums wird zum Muster für die restlichen Bereiche der Stabi, die in den nächsten Jahren folgen werden. (ch)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige