Stillstand statt Skateboard

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Sie warten: Christopher Graham (r.) und „Muck“ vom Skateboard-Verein hoffen auf eine baldige Eröffnung der Anlage Foto: Hanke

Warum die Anlage auf dem Loogeplatz immer noch nicht fertig ist

Eppendorf Noch immer ist die Skateranlage am Loogeplatz nicht fertiggestellt, deren Bau im April 2013 beschlossen wurde. Im Mai 2014 erfolgte der erste Spatenstich. Im Rohbau ist die Anlage schon zu bewundern. Doch aktuell herrscht Stillstand auf der Baustelle. Woran liegt´s? Der TÜV hat die Anlage noch nicht abgenommen.
„Es müssen noch Restarbeiten erledigt und die Drainage verbessert werden“, erläutert Christopher Graham, der erste Vorsitzende von Skateboard e.V., dem künftigen Betreiber der Anlage. Der TÜV habe, so Graham, einige Probleme mit der Anlage gehabt, weil diese ungewöhnlich sei und bestimmten Normen nicht entspreche. Sie besteht nicht aus einzelnen Stationen, wie üblich, sondern verbindet alle Elemente in einer einzigen zusammenhängenden Anlage. „Das war auch für den TÜV neu. Deshalb haben deren Mitarbeiter sehr genau geguckt“, erläutert Christopher Graham. Schließlich müssen die Absicherungen an den Grundstückgrenzen auf einer innerstädtischen Anlage sehr genau beachtet werden. Es soll ja niemand über die Skaterbahn hinausfahren.
„Der Bau von Anlagen mitten in der Stadt bringt große Herausforderungen mit sich“, erklärt Graham, der aber guter Hoffnung ist, dass die Anlage am Loogeplatz in etwa vier Wochen eröffnet werden kann. Einen geringen Betrag, Höhe noch nicht bekannt, muss Skateboard e.V. noch aufbringen, um den TÜV zufriedenzustellen. In jedem Fall eine Kleinigkeit im Vergleich zu der Summe, die die ganze Anlage gekostet hat. 250.000 Euro haben anonyme Spender aufgebracht, damit künftig am Loogeplatz und nicht mehr auf dem Marie-Jonas-Platz geskatet wird. Dort war es mitunter zu Konflikten zwischen den meist jugendlichen Skatern mit Passanten und Ladenbesitzern gekommen. Die jungen Skater sind jedenfalls schon ungeduldig. Immer wieder probieren einige die halbfertige Anlage am Loogeplatz aus. „Das ist Hausfriedensbruch. Das können wir nicht dulden“, stellt Christopher Graham klar. Minderjährige wird Skateboard e.V. allerdings nicht anzeigen, nur ermahnen. Erwachsene Skater müssen aber mit Konsequenzen rechnen.
Lange soll´s aber nicht mehr dauern, bis am Loogeplatz ganz legal geskatet werden kann. Noch vor den Sommerferien rechnet Christopher Graham mit der Eröffnung. (ch)
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