Straßenfest: Event-Agentur abgelehnt

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Ahoi Events hält Feiern über vier Straßenzüge möglich Quelle:A.E.
Winterhude. Könnte ein Fest auf dem Mühlenkamp in diesem Jahr Wirklichkeit werden? Vorerst sieht es nicht danach aus. Die Planungen stehen unter keinem guten Stern: Die Verwaltung gibt der Eventagentur Ahoi kein grünes Licht; die Bürgerbeteiligung bei der aktuellen Präsentation der Pläne war mit nur acht Teilnehmern schlecht und zudem steht mit dem 13. und 14. September ein „wackeliges“ Datum für dieses Großereignis fest. Denn bereits zu dieser Zeit könnte schon die Umgestaltung am Mühlenkamp begonnen haben. Und Ausweichtermine gibt es nicht, denn mit angrenzenden Großveranstaltungen wie dem 100. Stadtpark-Jubiläum oder Events in der Innenstadt ist der Veranstaltungskalender der Stadt bereits voll. „Das Bezirks-
amt Hamburg Nord verweigert die Erteilung einer Sondernutzungserlaubnis an Ahoi Events mit dem Hinweis, dass es dort geübte Praxis sei, nur an Vereine und Institutionen eine Erlaubnis zu erteilen“, sagt Geschäftsführer Roland Rotermund. Das sei aus seiner Sicht nicht nachvollziehbar. „Ich halte es für sehr wichtig, dass der Stadtteil eingebunden wird. Daran arbeiten wir jetzt schon seit rund einem Jahr“, so Rotermund weiter. Und ein Verein, der die Veranstaltung beim Bezirksamt anmelden will, ist derzeit nicht in Sicht. Rotermund: „Wenn ein Verein Antragsteller ist, haftet er für die Sondernutzungsgebühr. Das wird vermutlich ein hoher vierstelliger Betrag. Für einen Verein ein untragbares Risiko.“ In der Realität trägt tatsächlich Ahoi Events diese Kosten. Der Eventplaner weiter: „Und ein ordentlicher Vorstand darf dieses Risiko nach meiner Einschätzung gar nicht eingehen. Die Stadt drängt daher soziale, kulturelle und gemeinnützige Einrichtungen in ein Haftungsrisiko. Das ist für mich nicht nachvollziehbar.“ Daher wird nun mit Hochdruck an einer Lösung gearbeitet und ein Verein als Veranstalter gesucht.
Bernd Kroll, Sprecher der Initiative „Unser Mühlenkamp“ sagt dazu: „Wir sind grundsätzlich für ein Straßenfest rund um den Mühlenkamp. Aber dieses klappt nur, wenn alle das wollen. Daher wollen wir zunächst gemeinsam festlegen, wie das Konzept für ein jährliches Straßenfest aussehen soll. Und danach werden wir dann gemeinsam entscheiden, mit welchem Partner wir das Fest organisieren wollen.“ (nk)
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