Unfallfahrer sagt aus

Anzeige
Der Angeklagte mit seinem Verteidiger an einem Verhandlungstag vor zwei Wochen.Foto: Hanke/pi

Alexander S. bestreitet Epilepsie

Eppendorf. Monatelang hatte er geschwiegen, sogar seinen Ärzten verboten, die Schweigepflicht zu brechen. Gestern nun sagte der Unfallfahrer von Eppendorf, Alexander S. zum ersten Mal vor Gericht aus.
Der Angeklagte entschuldigte sich am gestrigen Verhandlungstag auch zum ersten Mal bei den Angehörigen der Todesopfer. (Bei dem Unfall an der Eppendorfer Kreuzung waren im vergangenen Jahr vier Menschen getötet worden.) Doch nach der Entschuldigung folgte eine Aussage, die die Anwesenden im Gerichtssaal - und besonders die Nebenkläger und deren Anwalt - entsetzte. Von Geständnis keine Spur, im Gegenteil. Der Unfallfahrer räumte zwar ein, Anfälle gehabt zu haben, bestreitete jedoch, an Epilepsie zu leiden. Die von diversen Zeugen geschilderten Anfälle seien auf andere Ursachen zurück zu führen und keinesfalls mit einer Erkrankung an Epilepsie in Verbindung zu bringen. Gegen die Freundin des Angeklagten, die ebenfalls aussagte, dass Alexander S. nicht an Epilepsie leide, wird mittlerweile wegen Verdachts der Falschaussage ermittelt. (bon)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige