Vom Lehrer zum Leiter

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Braucht einen langen Atem: Peter Heine, neuer Leiter der Stadtteilschule Eppendorf und passionierter Marathonläufer Foto: Hanke

Peter Heine ist neuer Chef der Stadtteilschule Eppendorf

Hoheluft/Eppendorf. Stabwechsel an der Stadtteilschule Eppendorf: Peter Heine löste als neuer Leiter Rainer Griep ab, der die Stadtteilschule, die frühere Gesamtschule Eppendorf, 16 Jahre lang leitete. Ein eher ungewöhnlicher Wechsel, denn Peter Heine unterrichtet bereits seit 13 Jahren an der Stadtteilschule Eppendorf, war zuletzt Abteilungsleiter für die Klassen acht bis zehn. Der 58-jährige Pädagoge kennt sich nicht nur an seiner neuen Schule, sondern auch bereits im Stadtteil aus. Sechs Jahre unterrichtete er am Gymnasium Eppendorf. Danach war er neugierig auf Gesamtschule, wechselte an die damalige Gesamtschule Eppendorf und blieb. „Hier gefiel es mir, weil dem Sozialen mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird“, erzählt Peter Heine, der ein „begeisterter Gesamtschullehrer“ wurde. Heine ist Biologie- und Chemielehrer. „Ich liebe das Anfassbare, das Anschauliche“, begründet er diese Fächerwahl.
Als Schulleiter wird er kaum noch unterrichten. „Schulverwaltung ist so umfangreich geworden. Wir müssen eigene Etats aufstellen, viele Gremien besuchen“, so Peter Heine, dem sehr an einer Vernetzung im Stadtteil gelegen ist. Das bringt weitere Termine mit sich. „Es gibt so viele Möglichkeiten im Stadtteil, die wir noch gar nicht nutzen“, hat Heine erkannt. Zur Teilnahme an Schülerwettbewerben, an denen sich gerade die Stadtteilschule Eppendorf immer sehr intensiv beteiligt hat, will Heine weiterhin ermuntern.
Heine sieht sich auch mit Problemen konfrontiert, vor allem mit der chronischen Raumnot der Schule, die zu einem großen Teil auf das neue Prinzip Ganztagsschule zurückzuführen ist. Aber auch mit Rückkehrern von den Gymnasien zu tun hat. Die Stadtteilschule Eppendorf muss sie seit 2010 aufnehmen, weshalb die Jahrgänge ab Klasse sieben nun von Jahr zu Jahr bis 2018 zunehmend sechs- statt bislang vierzügig gefahren werden müssen. Deshalb stapeln sich bereits acht Pavillons mit jeweils 70 Quadratmeter großen Klassenzimmern auf dem Schulhof. Die von Schülern und Lehrern sehr geschätzt werden. „Sie sind größer als die in den alten Schulgebäuden und mit Smartboards ausgerüstet“, erläutert Peter Heine. Ein viel größeres Problem wirft aber die Ganztagsschule auf. Ein Kantinenneubau mit Multifunktionssaal ist zwar schon geplant, doch Lehrer und Honorarkräfte, die am Nachmittag unterrichten, benötigen Arbeitszimmer. Die Grundschüler werden bereits bis 16 Uhr betreut. Im Sommer folgen die fünften Klassen. Der Schulbehörde fehlen die Mittel für die notwendigen Erweiterungen.
Weitere Veränderungen stehen der Schule ab 2016 bevor. Dann soll endlich eine eigene Oberstufe aufgebaut werden. (ch)
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