Von der Alster in die Zukunft blicken

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Das Team (v.l.): Chefredakteurin Elwine Happ-Franke, Dr. Wolfram Weimer, Christiane Goetz-Weimer, Ralf Wittenberg (Gesch.-Führung BAT), Prof. Dr. Ulrich Reinhardt, Karin Schloemer (Head of Corporate Affairs BAT), Ayaan Hussein (Pressesprecherin Stiftung für Zukunftsfragen BAT) Foto: Gehm

Neues Magazin der BAT-Stiftung vorgestellt

Harvestehude Zukunft – bei der BAT Stiftung für Zukunftsfragen am Alsterufer hat sie schon begonnen. Und zwar in Form des neuen Innovationsmagazin i-future, das die Stiftung herausgibt und jetzt für sieben Euro an allen größeren Kiosken Deutschlands erhältlich ist. Publiziert von der Weimer Media Group, München, vorgestellt im Restaurant Porto Novo.
Vor rund 100 geladenen Gästen erklärt Verleger Dr. Wolfram Weimer, warum er an die Zukunft des Zukunftsmagazins glaubt: „Papier zum Anfassen? lautet die typische Reaktion, wenn ich von dem neuen Magazin berichtete. Doch über 50 Millionen greifen einmal am Tag zu einem Printprodukt. Die Umsatzerlöse von Printmedien belaufen sich auf acht Milliarden Euro im Jahr.“ Prof. Dr. Ulrich Reinhardt, wissenschaftlicher Leiter der gemeinnützigen Stiftung für Zukunftsfragen und einer der Herausgeber, greift die Titelgeschichte auf: „Facebook und Co. haben keine Chance. Nach dem Boom des Virtuellen wächst die Sehnsucht nach dem realen Leben“, hat der Freizeitforscher ermittelt. „Unter den Zwölf- bis 13jährigen nutzt nur ein Drittel regelmäßig online-Netzwerke. Vor einem Jahr war es noch mehr als die Hälfte. Auch Erwachsene machen sich demnach Gedanken darüber, wie sie in Zukunft mit ihrer Zeit umgehen. Ob sie sie bei Facebook & Co. verbringen oder lieber mit einem Kumpel ein Bier trinken gehen.“ Der Titel trotzdem ein „i“ wie bei iPad, iPhone, iMac als Bestandteil des Titels. Ein Widerspruch? Nein, sagt Reinhardt. Das „i“ steht für „ich“ und der Mensch im Mittelpunkt.
Verantwortlich für den Inhalt zeichnet Chefredakteurin Elwine Happ-Frank. Zukunftsorientierte Themen aus der Architektur, z.B. Hurrikanhäuser, des Autos und des Fliegens. Man erfährt, dass gegen den lästigen Jetlag bald blaues Licht im Flugzeug helfen soll, um die innere Uhr schneller anzupassen. Oder wie wir morgen essen werden. Aber auch das neue In-Metall Osmium wird unter die Lupe genommen, das absolut ungiftig und fälschungssicher sein soll. Wie flexibel die Redaktion ist, zeigt der Beitrag „So wird der Porsche der Zukunft“, ein Interview mit Ex-Porsche-Chef Matthias Müller. Zwar vom VW-Skandal und dem Wechsel von Müller zu VW überholt, jedoch geschickt im Vorspann abgefedert.

„Das ,i‘ steht für ,ich‘ und der Mensch im Mittelpunkt“ Prof. Dr. Ulrich Reinhardt

Zukunftsmusik in der Druck-fassung ist Wasser auf die Mühlen für Marc Hübner-Weinhold, ehemaliger geschäftsführender Redakteur beim Hamburger Abendblatt: „Ich bin zutiefst überzeugt, dass Online-Informationen nur oberflächlich sein können.“ Auf keinen Fall will Prof. Reinhardt den Spruch „Früher war alles besser“ gelten lassen. Stattdessen lautet sein Credo: „In Zukunft wird alles besser sein als heute“. Ob er damit Zweckoptimismus verströmt, kann nur die Zukunft zeigen. (geh)
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