Was ist da in der Preystraße in Hamburg los?

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Die Absperrbügel in der Preystraße wurden gegen Sperrpfosten ausgetauscht Foto: wb

Anwohner fürchten Weichenstellung für Busprogramm. Bezirk: Nur Pfosten für Längsparken

Hamburg. Zufall oder „Einschleichen in eine geänderte Verkehrsregelung“ für die Preystraße im Rahmen der Busbeschleunigung? Anwohner und Mitglieder der Bürgerinitiative „Unser Mühlenkamp“ befürchten letzteres. ..
Anwohner beobachteten seit dem 24. März umfangreiche Baumaßnahmen in der Preystraße. Nach Senatsplänen soll die Einbahnstraße im Rahmen der Busbeschleunigungs-Maßnahmen am Mühlenkamp künftig auf einer Länge von 50 Metern in beide Richtungen befahrbar sein. Dagegen wehren sich Anwohner und Mitglieder von „Unser Mühlenkamp“. Im Regionalausschuss wurde den Anwohnern im März zugesichert, dass die Einfahrtregelung in einem gesonderten Termin vor Ort mit den Bürgern abgestimmt werde. Dass nun vor ihrer Haustür Fahrradbügel gegen Poller ausgetauscht und Schrägparken unmöglich gemacht wird, verunsichert die Anwohner: „Die ganze Aktion hat einen seltsamen Beigeschmack – so als wollte die Stadt versuchen, uns auszutricksen und die Weichen für Straßenänderungen im Rahmen des Busbeschleunigungsprogramms heimlich einfädeln“, so Marianne Meinecke, die an der Preystraße wohnt. Das Bezirksamt bestreitet die Vorwürfe mit Hinweis auf den geplanten Vor-Ort-Termin. In der Antwort auf eine Kleine Anfrage der CDU heißt es weiter, dass der Parkraum neu geordnet würde: „Um dem teilweise illegalen Schrägparken Abhilfe zu schaffen wird auf gesamter Länge Längsparken am Fahrbahnrand sowie halbachsiges Gehwegparken angeordnet.“ Zu diesem Zweck würden die Absperrbügel, die nie als Fahrradbügel gedacht gewesen seien, gegen Sperrpfosten ausgetauscht.
„Es werden Fahrradschutzstreifen beschlossen, was ich sehr befürworte, aber um dort zu fahren, benötigt man auch ein Fahrrad. Dieses wird jetzt geklaut, wenn man es nicht mehr vernünftig abschließen kann“, befürchtet Marianne Meinecke. Sie und ihre Mitstreiter planen, sich im nächsten Regionalausschuss, der am 28. April stattfinden soll, persönlich über den Stand der Dinge zu informieren. (flü)
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