Weiter Streit um Verkehrsinsel in Winterhude

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Diese Trenninseln möchte die Bürgerinitiative auf dem Mühlenkamp nicht haben Foto: mdt

Hamburger Senat und Initiative „Unser Mühlenkamp“ immer noch uneins

Winterhude Kommt Zeit, kommt Akzeptanz? Am vergangenen Freitag tagte der Verkehrsausschuss der Bürgerschaft zum umstrittenen Umbau für die Busbeschleunigung am Mühlenkamp: Nach einer einjährigen wissenschaftlichen Evaluation im Auftrag der Verkehrsbehörde seien die Maßnahmen durchweg erfolgreich, meldete der Sprecher der Verkehrsbehörde Richard Lemloh. Der Verkehr werde entlastet, die Busse der Linie 6 könnten Fahrzeiten einsparen. Ganz anders sieht das die Initiative „Unser Mühlenkamp“: Die ursprünglich vereinbarten Kriterien im Konsens zur Beilegung eines Volksbegehrens „Stopp des Busbeschleunigungsprogramms“ vom März 2015 seien alle nicht erfüllt. „Die Busse sind nicht die versprochenen 30 Sekunden schnell, der Verkehr in den Nebenstraßen ist um bis zu 75 Prozent – wie an der Semperstraße – angestiegen. Vereinbart waren maximal plus zehn Prozent“, erklärt der Sprecher der Initiative Bernd Kroll. Den Vereinbarungen gemäß müsse nun das Linksabbiegeverbot vom Mühlenkamp in die Gertigstraße unverzüglich wieder aufgehoben, die Trenninseln im Mühlenkamp entfernt und der frühere Zustand wieder komplett hergestellt werden (das Wochenblatt berichtete). Über 100 Unfälle von Fußgängern wegen der Trenninseln habe der Senat in seinem Bericht noch nicht einmal erwähnt. Auch über 20 Unfälle mit dem Stahlpfosten an der Kreuzung Gertigstraße seien für die Behörde noch kein Grund zum Handeln. „Wir fordern den Senat auf, alle Anwohner, Gewerbetreibenden und Grundeigentümer rund um den Mühlenkamp in einer Veranstaltung mit der Initiative ‚Unser Mühlenkamp‘ im Goldbekhaus oder auf Kampnagel über das Ergebnis kurzfristig zu informieren und mit den Bürgern zu diskutieren.“ so Kroll weiter. Die Bürgerbeteiligung müsse vor Ort erfolgen. (wh)

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