Wer vertritt Hamburg in Berlin?

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Diese Kandidaten wollen 2017 nach Berlin: Dietrich Wersich (CDU) Foto: wb
 
Diese Kandidaten wollen 2017 nach Berlin: Dorothee Martin (SPD) Foto: wb

CDU und SPD entscheiden, wer sich im Norden zur Bundestagswahl stellt

Hamburg-Nord Showdown in Hamburg-Nord: Bei CDU und SPD kommt es in diesem Bezirk zu Abstimmungen um das Mandat für die Bundestagswahl im nächsten Jahr. Bei der CDU schon ein gewohntes Bild. Zum zweiten Mal stehen sich Dietrich Wersich, der Bürgermeisterkandidat der CDU bei der letzten Bürgerschaftswahl, und Christoph Ploß, Abgeordnter der Bezirksversammlung Hamburg-Nord und junger Hoffnungsträger der Hamburger Christdemokraten gegenüber. Das erste Duell, um den Kreisvorsitz in Hamburg-Nord, gewann der 30-jährige Ploß im Frühjahr mit 36 zu 27 Stimmen. „Mit Kompetenz und Erfahrung“ will Dietrich Wersich in Berlin „eine starke Stimme“ für Hamburg und speziell Hamburg-Nord ein. So wirbt der Arzt und ehemalige Gesundheitssenator für seine Wahl. Gesundheit und Wirtschaft sind seine Schwerpunktthemen. Für die Digitalisierung der Betriebe im Norden und für den Krankenhausstandort Hamburg will er sich einsetzen. Eine „intensive Zusammenarbeit mit Stadtteilen“ und das Verstehen, was Bürger in Hamburg-Nord wollen, ist ihm wichtig. Auch Christoph Ploß, als Referent in einem großen Hamburger Medienhaus beschäftigt, stellt das „Interesse der Bürger“ im Wahlkreis Hamburg-Nord in den Vordergrund seiner Politik. Die Themen der Bürger will er aufgreifen und „neue politische Ansätze“ in Hinblick auf die Kommunikation mit den Bürgern verfolgen. Ploß möchte neben der christlich-sozialen Wurzel die wirtschaftsliberalen und konservativen Positionen der CDU stärken. Die Verkehrspolitik ist sein Themenschwerpunkt. Einsatz für den Hamburger Hafen ist ihm ebenso wichtig wie eine Verbesserung der Hamburger Infrastruktur oder die künftige U-Bahnlinie 5, deren Ostflügel den Bezirk Hamburg-Nord durchqueren wird. Auch bei der SPD wird‘s spannend. Nicht nur, dass sich auch für das SPD-Mandat im Wahlkreis Hamburg-Nord zwei Kandidaten beworben haben. Kurios: beide arbeiten in der Immobilienbranche! Die Bürgerschaftsabgeordnete Dorothee Martin (38) und frühere Abgeordnete der Bezirksversammlung Hamburg-Nord für Fuhlsbüttel/Ohlsdorf ist in der Immobilienverwaltung tätig. Ihr Konkurrent, Maximilian Schommartz, dagegen ist Mitinhaber einer Immoblienfirma, die sich im Schanzenviertel nicht nur Freunde gemacht hat. Im Zusammenhang mit dem Erwerb des Schanzenhofs und einigen Kündigungen sieht sich Schommartz heftigen Protesten von Anwohnern ausgesetzt. Als stellvertretender Vorsitzender des Distrikts Oberalster ist der Immobilienbesitzer zwar im Bezirk Wandsbek aktiv, doch da Oberalster zum Wahlkreis Hamburg-Nord gehört, tritt er zur Bundestagswahl gegen Dorothee Martin an. Zu seinen Zielen in Berlin im Falle einer Nominierung für die Bundestagswahl hat sich Schommartz bis Redaktionsschluss nicht geäußert. Dorothee Martins Schwerpunkte sind Stadtentwicklung und Wohnen. Wie wollen wir unsere Metropolen heute gestalten? Das ist eine Frage, die sie umtreibt. „Wir müssen Regeln finden, dass Bauen und Wohnen noch günstiger gestaltet werden“, findet Dorothee Martin. „Das ist nicht nur ein Hamburger Thema, sondern auch eins für Hamburg-Nord“, so Martin, die sich auch für die Vereinfachung von Baunutzungsverodnungen einsetzen will. In die SPD kam sie übrigens über die Jusos. Ihr Vorbild: Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder mit seinem Leitsatz vom Fordern und Fördern. In dieser Woche fallen die Entscheidungen in Hamburg-Nord: am 16. November wählt die CDU ihren Kandidaten für die Bundestagswahl, am 19. November die SPD. (ch)
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2 Kommentare
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Michael Kahnt aus Barmbek | 16.11.2016 | 14:30  
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Elke Noack aus Rahlstedt | 20.11.2016 | 08:42  
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