Wild geparkt

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Immer wieder halten sich Autofahrer an der Dorotheenstraße nicht an die vorgegebene Parkrichtung. Foto: Kuchenbecker

In der Dorotheenstraße wird jetzt abgeschleppt

Von Nicole Kuchenbecker
Winterhude. „Freie Fahrt für die Feuerwehr“ – unter diesem Motto unternimmt die Polizei gemeinsam mit den Feuerwehren Alsterdorf und Barmbek seit dem vergangenen November „Testfahrten“ durch den Stadtteil. Ziel ist es, Autofahrer zu sensibilisieren, ihr Fahrzeug so zu parken, dass im Notfall ein Rettungsfahrzeug ungehindert durch die Straße fahren kann. Doch dies ist nicht immer der Fall. Gerade um die Dorotheenstraße herum ist die Parksituation angespannt. Der Grund: Zwischen Poelchaukamp und Poßmoorweg ist das Parken zwar grundsätzlich erlaubt, allerdings nur in Längsrichtung, es sei denn, die Parkflächenmarkierung schreibt Schrägparken vor. Da dies gerne mal von den Autofahrern ignoriert wird, schreitet die Polizei auch in diesem Bereich ein und kontrollierte im Rahmen ihrer Aktion die Park-Situation.

Rechtsfreier Raum?

Und auch hier wurde abgeschleppt – ebenso wie in anderen Teilen von Winterhude. „Dies ist ja kein rechtsfreier Raum“, sagt Hartmut Herbst, Leiter der Abteilung Prävention und Verkehr am Polizeikommissariat 33 am Wiesendamm. Man müsse sich nun einmal den Verkehrszeichen beugen. Herbst: „Hier gibt es völlig klare Parkverhältnisse.“ Und die besagen, dass das Parken in Längs- und nur in bestimmten Bereichen in Schrägaufstellung erlaubt ist. Hinzu kommt, dass es sich in dem Bereich um die Dorotheenstraße um eine Unfallhäufungsstrecke handelt. Die Pressestelle der Polizei teilte auf Wochenblatt-Anfrage mit, dass sich hier in der Zeitspanne von Oktober 2011 bis 2012 insgesamt 99 Unfälle ereignet hätten. In einer Dreijahresbetrachtung kommt man dabei auf vier leichtverletzte Personen und sogar drei Schwerverletzte.
Hartmut Herbst weiß um den Unmut der Anwohner und daher soll dieses Thema auch im turnusmäßigen Gespräch mit dem Bezirksamt erörtert werden. „Wir wissen, dass hier die Bodenmarkierungen teilweise abgefahren oder auch die Schilder abgeknickt sind“, räumte Herbst ein. Niemand verschließt sich vor dem Problem. Eine kurzfristige Lösung wird es allerdings nicht geben: Die Polizeibeamten werden auch weiterhin die Parksituation im Auge behalten. Herbst: „Wir kontrollieren insbesondere dort, wo wir Altbaubestand haben.
Denn gerade hier gibt es keine feuerhemmenden Betondecken.“ Komme es zu einem Feuer, dann würde der „Kamineffekt“ einsetzen und die Decken sehr schnell lichterloh brennen. Und wenn parkende Autos den Weg versperren, wäre dies eine Katastrophe.
Allein im Januar ahndete die Polizei bei ihrer Sensibilisierungs-Aktion bei vier Einsätzen 450 Parkvergehen und ließ fünfmal den Abschleppwagen kommen. (nk)
Parkplatz-Chaos:
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1 Kommentar
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Heiner Rozowski aus Winterhude | 21.02.2013 | 15:21  
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