Wunsch 2014: „Mehr Toleranz“

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Thomas Domres (51) ist Vorsitzender des Bürgervereins in Eppendorf Foto: Privat

Thomas Domres vom Eppendorfer Bürgerverein im Interview

Hamburg. Das neue Jahr ist noch jung. Zeit, auf Vergangenes zurückzublicken und Ausblicke zu wagen. In den Stadtteilen ist das Hamburger Wochenblatt auch 2014 für Leser und Partner vor Ort.
Thomas Domres, Vorsitzender des Bürgervereins in Eppendorf, stand der Redaktion zum Jahresbeginn Rede und Antwort:
WB: Was war die schönste Nachricht aus Ihrem Stadtteil im Jahr 2013?
Thomas Domres: Ganz klar die Nachricht, dass die Initiative MartiniErleben den Zuschlag für die Neuentwicklung des ehemaligen Krankenhauses Bethanien erhalten hat. MartiniErleben ist aus den um Bethanien gelegenen sozialen Einrichtungen entstanden. Zusammen mit vielen Eppendorfer Bürgerinnen und Bürgern haben sie ein Konzept entwickelt, wie aus dem Krankenhaus ein Ort des Miteinander entstehen kann. Das zu sozialen Mieten, großartig!

WB: Welches war die traurigste Nachricht?
Domres: Die traurigste Nachricht war, dass die Friedenseiche so geschädigt sei, dass sie gefällt werden muss. Die Anpflanzung der Eiche ist damals nur durch eine Spende des Eppendorfer Bürgervereins ermöglicht worden. Zusammen mit dem „Nachdenkmal“ bildet sie einen Aufruf gegen Krieg und Gewalt. Der Baum ist jetzt durch eine neue Eiche ersetzt worden.

WB: Was wünschen Sie sich für Ihr Quartier im neuen Jahr 2014, das gerade begonnen hat?
Domres: Für 2014 wünsche ich mir mehr Vielfalt und Toleranz! Vielfalt in der Entwicklung der Geschäfte und Läden in Eppendorf. Weniger „to-go“, dafür ein größeres Angebot an Obst und Käse. Die Entwicklung der Gastronomie in den letzten Jahren kann einen als Eppendorfer nicht glücklich stimmen. Dann das Stichwort „Toleranz“: Nicht erst „seit gestern“ stelle ich eine Tendenz fest, dass von einigen nur noch die eigene Meinung und Befindlichkeit akzeptiert wird.
Das finde ich sehr schade. Gerade Bürgervereine, wie der Eppendorfer Bürgerverein, mit ihrer politischen und kulturellen Neutralität bieten allen ein Forum, sich dort über – notwendige – Veränderungsprozesse auszutauschen. Das sollten ruhig mehr Menschen nutzen. (Fragen: ms)
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