Drohneneinsatz mit Folgen

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Der angezeigte Gesamtschaden liegt bei 40.000 Euro Symbolfoto: Hoyer

Das LKA ermittelt wegen Bedrohung, Körperverletzung, Sachbeschädigung und Diebstahl

Winterhude Zu einer handgreiflichen Auseinandersetzung, in deren Verlauf einem Mann eine Drohne geklaut wurde, kam es kürzlich im Stadtpark.Im Auftrag der Stadt und mit Genehmigung der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation machte ein freiberuflicher Fotograf mittels einer Drohne, im Fachjargon der Polizei auch als „unbemanntes Luftfahrtsystem“ bezeichnet, in Höhe von 50 Metern Aufnahmen des Stadtparks, wobei er sich mit seinem Bedienungsteil in der Nähe des Rosengartens aufhielt. Plötzlich erschien ein etwa 40 Jahre alter blonder Mann, brüllte, er wolle seine Ruhe haben und fragte den 57-Jährigen, was er hier mache. Der Fotograf konnte nicht wirklich darauf eingehen, da er seine Drohne hochkonzentriert steuern und landen musste. Währenddessen tauchte ein zweiter Mann auf, der schimpfte, er habe auf der Liegewiese nackt ein Sonnenbad genossen und wolle nicht abgelichtet werden. Erfolglos versuchte der Fotograf den aufgeregten Männern zu erklären, dass er im Auftrag der Stadt handele und keine Personen auf den Bildern seien. Die Situation eskalierte: Der 50- bis 60-jährige FFK-ler, der als hager, etwa 1,85 Meter groß und mit längeren grauen Haaren beschrieben wird, ging auf den Eigentümer der Drohne los. Als der blonde Mann dazwischenging, ließ der Angreifer von seinem Opfer ab. Nun erschien laut Aussage des Geschädigten noch ein etwa 40 Jahre alter Radfahrer auf der Bildfläche, der sich ebenfalls aggressiv verhielt. Als der Fotograf seine inzwischen gelandete Drohne auf einem Handwagen verstauen wollte, stellte sich ihm der ältere Mann in den Weg und wollte ihm das Gerät abnehmen. Dabei riss der Karbonrahmen des teuren Flugobjekts. Der Radfahrer versuchte seinerseits dem völlig verzweifelten Fotografen die Fernbedienung zu entwenden, da man offenbar fälschlicherweise vermutete, dass darauf Fotos gespeichert seien. Schließlich entfernten sich die drei Männer, wobei der 50 bis 60 Jahre alte Täter den Koffer des Geschädigten mitnahm. Die Akkus wurden später in einem Gebüsch gefunden. Der Gesamtschaden beläuft sich auf 40.000 Euro. Das Landeskriminalamt ermittelt wegen Bedrohung, Körperverletzung, Sachbeschädigung und Diebstahl. (th)
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