Messerattacke vor Gericht

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Miljam B. steht wegen gefährlicher Körperverletzung vor Gericht Symbolfoto: thinkstock

Berufsschüler muss sich wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten

Barmbek/City Nord Eine 19-jährige Schülerin erlitt einen Schock, als Tamin M. blutüberströmt aus dem Toilettenraum der Beruflichen Schule City Nord am Tessenowweg wankte. Der 18-jährige Berufsschüler blutete stark aus mehreren Wunden an Bauch und Oberkörper. Nur mit Glück hatte er die Messerattacke eines Klassenkameraden überlebt. Eine Lehrerin leistete Erste Hilfe und rief den Notarzt. Die blutige Messerattacke hatte sich in den Mittagsstunden des 5. Januar ereignet. Nun hat vor einem Schöffengericht am Amtsgericht Barmbek der Prozess gegen den mutmaßlichen Täter Miljam B. (21) begonnen. Ihm wird „gefährliche Körperverletzung“ vorgeworfen. Monatelang soll der Täter, so berichtet Tamin M. als Zeuge dem Gericht, mit dem Messer in der Schule herumgelaufen sein. Immer wieder habe er Mitschülern provozierend das Springmesser gezeigt. Er selbst sei von Miljam B. lange gemobbt worden. Tamin M.: „Er schüttete meine Trinkflaschen aus, warf mit Stiften nach mir oder gab mir leichte Schläge auf den Hinterkopf.“ Anfang Januar eskaliert der Streit: „Ich habe zuerst zugeschlagen“, gibt Tamin M. zu. Der wütende Mitschüler setzte dann sein Messer ein. Dagegen war Tamin M. machtlos. Ob das Urteil am Amtsgericht gesprochen wird, ist fraglich. Das Gericht erwägt, den Fall an das Landgericht zu verweisen. (je)
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