Anne Schröder holt Bronze in Rio

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Gewann mit dem deutschen Damen-Hockey-Team die Bronzemedaille: Anne Schröder vom Club an der Alster Foto: Hanke

Für Winterhuder Hockeyspielerin ist der Sieg „eine Riesen-Überraschung“. Erfolg für den Club an der Alster

Von Christian Hanke
Harvestehude/Winterhude
Riesenerfolg für den Club an der Alster (DCADA) und eine Winterhuder Hockeyspielerin bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro: Anne Schröder von den ersten Damen des DCADA, seit drei Jahren wohnhaft in Winterhude, holte mit dem deutschen Hockey-Damen-Team die Bronzemedaille. Nach einem dritten Platz in den Gruppenspielen hatten die deutschen Damen die USA mit 2:1 im Viertelfinale besiegt und waren im Halbfinale nur knapp mit 4:5 im Penaltyschießen an den Niederlanden gescheitert. Das Spiel um Platz 3 gewannen die Deutschen dann aber mit 2:1 gegen Neuseeland: Bronze. In einem Gruppenspiel war Neuseeland bereits mit 2:1 besiegt worden. Den entscheidenden Treffer erzielte nach kurzer Ecke: Anne Schröder. Was überwog für sie, die Freude über Bronze oder die Enttäuschung über das Aus im Halbfinale? „Ganz klar die Freude über die Medaille. Das war eine Riesen-Überraschung“, berichtet Schröder dem Wochenblatt. Wie ist sie in die Spiele ihres ersten olympischen Hockeyturniers gegangen? „Vor jedem Spiel überwog die Aufregung. Aber sobald ich den ersten Ball gespielt hatte, war nur noch Freude“, erzählt die Bronzemedaillengewinnerin. Aber nicht nur der sportliche Erfolg war für die 21-jährige Winterhuderin ein großes Ereignis. „Mit all den Sportlern im Olympischen Dorf zu leben. Ein Usain Bolt geht an einem vorbei. Das waren auch Highlights“, berichtet sie begeistert.

„Hamburg hat geholfen“


Seit drei Jahren spielt die gebürtige Düsseldorferin, die danach in Wiesbaden und Mainz lebte und beim Rüsselsheimer RK zur U21-Hockey-Nationalspielerin heranwuchs, für den Club an der Alster. „Ich wollte nach Hamburg, weil es hier für Hockey die besten Möglichkeiten gibt. Und ich bin zum Club an der Alster gegangen, weil ich hier gleich viel mehr Verantwortung übernehmen kann als beispielsweise beim UHC mit seinen vielen Nationalspielerinnen“, berichtet Anne Schröder. Im Mittelfeld zieht die 21-Jährige die Fäden. Für das deutsche Rio-Team wurde sie zu einer von zwei Vizekapitäninnen gewählt. „Hamburg hat mir sehr geholfen“, so die Alsteranerin, die mit dem Nationalteam schon Silber in der Halle bei den Weltmeisterschaften 2014 und den Europameisterschaften 2015 holte.
Anne Schröder gilt als sehr emotionale Spielerin, die ihr Temperament nicht immer im Griff hat. „Ich bin ein bisschen ruhiger geworden. Aber die Emotionen kommen automatisch. Das hängt mit meiner Spielweise zusammen“, kommentiert sie das Thema Image. Sie studiert schließlich Psychologie und wird vermutlich nächstes Jahr ihren Bachelor machen. Erfolgreich bei Olympia war auch Tobias Hauke mit dem deutschen Herren-Team, das ebenfalls Bronze holte. Ein weiterer Erfolg in der langen Medaillenliste des Hockey-Stars vom HTHC, der bei Olympia schon zweimal (2008, 2012) ganz oben auf dem Treppchen stand.
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