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Mourad Bekakcha nutzt auch das Alstervorland für die Wettkampfvorbereitung Foto: Hoyer

Marathon-Läufer Mourad Bekakcha hält Hamburger Rekorde

Von Christian Hanke
Grindel
Er ist der beste Langstreckenläufer Hamburgs – und am 26. April kann er es wieder beweisen. Da winkt die vierte Hamburger Marathonmeisterschaft. Mourad Bekakcha, gebürtiger Algerier, seit 2002 Hamburger, wohnhaft am Grindel, hält alle Langstreckenrekorde der Stadt: Dreimal Hamburger Marathonmeister,
je sechsmal Hamburger Meister im Halbmarathon und über zehn Kilometer. Bestzeiten: 2:26 Stunden (Marathon), 1:18 (Halbmarathon) und 31 Minuten (10.000 Meter).
Dabei entdeckte der 36-Jährige das Laufen erst 2007 mit 29 Jahren für sich. Seit 2009 läuft er als Leistungssportler für den Hamburger SV. Sportlich ist Mourad Bekakcha aber schon seit seiner Kindheit. „Mit 12 Jahren habe ich in Algerien angefangen Fußball zu spielen. Da habe ich schon täglich trainiert“, erzählt der sympathische Sportler, der sich jetzt als Halbprofi bezeichnet. Denn er verdient seine Brötchen hauptsächlich in der Buchhaltung bei seinem Sponsor. „Vom Laufen können nur sehr wenige leben“, erzählt Bekakcha.
Jeden Tag trainiert der Marathon-Meister durchschnittlich eineinhalb Stunden in der Jahnkampfbahn im Stadtpark, der Sportstätte der HSV-Leichtathletik. Auch im Alstervorland bereitet er sich auf Wettkämpfe vor.
Das Laufen hat Bekakscha 2007 beim Cross-Duathlon in Harburg entdeckt. Der Algerier hatte sich nach seiner Übersiedelung nach Hamburg für den Radsport begeistert und von 2004 bis 2007 viermal an den Cyclassics teilgenommen. Beim Cross-Duathlon, einem Wettbewerb für Radsportler und Läufer, schnitt Bekakcha zu seiner Überraschung im Laufwettbewerb besser ab als beim Radfahren. Deshalb begann er sich für das Laufen zu begeistern. Schnell erzielte er gute Ergebnisse auf langen Laufstrecken und wechselte zum zweiten Mal die Sportart. Ist das Laufen sein eigentliches Talent? „Niemand ist ein geborener Läufer“, entgegnet Mourad Bekakcha, „Gewicht und Größe spielen eine Rolle. Leichtigkeit ist wichtig“, so der Langstrecken-Spezi. Mit 59 Kilo und 1,76 Metern weist Bekakcha beste Werte für den langen Lauf auf. Aber ohne Disziplin geht gar nichts. „Man muss sich quälen“, sagt Bekakcha. Sein großer Traum: eine Teilnahme an den Olympischen Spielen für Algerien. Da Bekakcha sowohl die deutsche wie die algerische Staatsbürgerschaft besitzt, könnte er für sein Heimatland in Rio de Janeiro starten. Im Mai 2016, wenn die algerische Olympia-Mannschaft nominiert wird, könnte er wahr werden, getreu seinem Wahlspruch: „Unmöglich ist nichts“.
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