Polo auf der Alster: Spieltag wird zum Fiasko

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Kanupolo ist eine temporeiche Sportart, bei der zwei Teams mit je fünf Spielern in EinerKajaks auf die Jagd nach Toren gehen, die sich in zwei Meter über dem Wasser befinden und 1 x 1,5 Meter groß sind. Im Bild: Eine Szene aus der ersten Partie der ACC-Herren gegen den VK Berlin, das Spiel endete 4:4Foto: Thomas Hoyer

ACC-Kanupoloteam verliert drei von fünf Spielen beim Heimturnier

Von Thomas Hoyer
Hamburg / Eppendorf. Kanupolo der Spitzenklasse konnten Freunde des attraktiven Mannschaftsspiels und viele Spaziergänger kürzlich vor dem Bootshaus des Alster-Canoe-Clubs (ACC) an der Ludolfstraße live erleben. Auf zwei 23 x 35 Meter großen abgesteckten Spielfeldern gaben sich 14 deutsche Spitzenmannschaften am 2. Spieltag der Damen- und der Herren-Bundesliga ein Stelldichein. Mit enttäuschendem Ausgang für das zu den Favoriten zählende ACC-Männerteam, das nur eines seiner fünf Spiele gewinnen konnte.
Als Gastgeber hatten sich die Eppendorfer natürlich eine Menge vorgenommen. Nach sensationellem Auftakt am ersten Spieltag, an dem das Team alle sechs Partien gewann, dabei sogar die vier Erstplazierten der letzten Deutschen Meisterschaften bezwang, darunter den amtierenden Titelträger Rote Mühle Essen, galt es, die Tabellenführung in Deutschlands höchster Klasse zu verteidigen. Aber schon das erste Spiel endete für die ACCer mit einer kleinen Enttäuschung. Jan Menzel (zwei Tore) und Harald Knoop warfen gegen den VK Berlin zwar einen 3:0-Vorsprung heraus, doch musste sich das Team von Trainer André Kumbier am Ende mit einem 4:4 begnügen. Noch schlechter lief es in den beiden folgenden Partien. Gegen den KS Wetter spielte die Truppe weit unter ihren Möglichkeiten, lief ständig einem Rückstand hinterher und verlor schließlich 3:4. Im dritten gelang es dem ACC zwar durch Treffer von Jannik Iversen und Lukas Richter (2) einen 0:2 Rückstand in eine 3:2-Führung zu verwandeln, doch auch diesmal musste man sich 3:4 geschlagen geben. Wesentlich stärker präsentierten sich die Gastgeber zu Beginn des zweiten Wettkampftages mit einem 6:2-Sieg über den Göttinger PC, zu dem Kai Schröder drei Tore beisteuerte. Die Freude über den ersten Erfolg währte nicht lange: Im letzten Match nach Toren von Richter und Knoop 2:1 in Führung liegend, mussten die Eppendorfer zwei Minuten vor dem Abpfiff innerhalb von gut 60 Sekunden zwei Kontertore hinnehmen und verloren schließlich mit 2:3. „Vier Zähler aus fünf Spielen sind einfach zu wenig. Wir haben zu viele Geschenke an unsere Gäste verteilt, waren besonders bei Kontern sehr anfällig“, bedauert ACC-Polowart Marco Jung. „Doch zwei Punkte Rückstand auf die Tabellenspitze sind durchaus wettzumachen, um weiter oben mitzumischen und eine gute Ausgangsposition für die Deutschen Meisterschaften Ende August in Duisburg zu erkämpfen.“ Im vergangenen Jahr erfüllte das Team als sehr guter Zweiter zunächst die Erwartungen, doch folgte schon im Viertelfinale der Playoffs das frühe Aus im Kampf um einen Platz auf dem Treppchen, den man sich auch in dieser Saison wieder zum Ziel gesetzt hat.
Vor Saisonbeginn gab es im zehnköpfigen Kader einige Veränderungen. Mit dem Dänen Frederik Lang, Nils Hildebrandt (beide aufgehört) und Jan-Erik Haack (Studium in Italien) schieden drei wichtige Spieler aus. Neu in das Aufgebot stehen Jannik Iversen vom Kajakklub Silkeborg (Dänemark) sowie Michael Stolt und Alexander Kramer, die aus der eigenen zweiten Mannschaft aufrückten.
Der 3. Bundesligaspieltag findet am 12./13. Juli auf dem Maschsee in Hannover statt.
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