SC Sperber verspielt seine 2:0-Führung

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Julian Meins (r.) will flanken, wird dabei aber von Sasels Marcel Sommer gestört Foto: Hoyer
 
Sperbers Trainer Bastian Quast Foto: Hoyer

„Hinten offen wie ein Scheunentor“. Ligaobmann kritisiert Defensive

Von Thomas Hoyer
Alsterdorf
Bei den Bezirksligakickern des SC Sperber wechseln weiter Licht und Schatten. Nach einem 4:2-Sieg über den Niendorfer SV II am Vorwochenende gab es am vergangenen Sonnabend eine durchaus vermeidbare 2:3-Niederlage bei der „Zweiten“ des TSV Sasel, nachdem man bereits 2:0 in Führung gelegen hatte. Nach ausgeglichenem Beginn brachte gleich Sperbers erste Chance das 1:0 (17.). Marco Heydorn war direkt an der Strafraumgrenze zu Fall gebracht worden. Den fälligen Freistoß verwandelte Jan-Philip Hartmann zum Führungstreffer, wobei die Alsterdorfer etwas Glück hatten, dass ein in der Mauer postierter Saseler den Kopf einzog. In der Folge erspielte sich das Team von Trainer Bastian Quast leichte Feldvorteile, was bereits sieben Minuten später mit dem zweiten Tor belohnt wurde. Ein schön heraus gespielter Treffer: Nach leicht abgefälschter, flacher Hereingabe von Armin Karami Ayoblo brauchte Heydorn den Ball nur noch über die Linie zu drücken. Das mögliche 3:0 vergab Marcel Willert, dessen Schuss aus spitzem Winkel das Tor verfehlte. Pech hatte Sperber beim Anschlusstreffer, einem Schuss von Christoper Doß, den Markus Trilk unhaltbar für seinen Keeper Marius Piehl abfälschte (37.). Zwei Minuten vor dem Seitenwechsel setzte sich Sasels Armin Kafash Gohari gleich gegen mehrere Abwehrspieler durch, doch seinen Schuss konnte Christian Kalz gerade noch zur Ecke ablenken. Die beiden ersten Chancen nach Wiederanpfiff besaß der SC Sperber. Ein Kopfball von Simon Flandrin verfehlte das Tor (48.). Kurz darauf war es der eingewechselte Maic Appel, der den Ball nach Freistoß von Mathias Bach in aussichtsreicher Position nicht richtig mit dem Kopf erwischte. Der Gegner machte es besser und erzielte den Ausgleich (57.): Kafash ließ Torwart Piehl völlig freistehend aus zwölf Metern keine Chance. In der Folge hatte Flandrin zweimal Sperbers 3:2 auf dem Fuß, netzte auch ein, doch in beiden Fällen entschied der Unparteiische auf Abseits (60./62.). „Für mich war es beim zweiten Mal eine Fehlentscheidung“, ärgerte sich Sperbers Ligaobmann Olaf Heidrich, der nur eine Minute später mit ansehen musste, wie Torwart Piehl abermals von seinen Vorderleuten im Stich gelassen wurde. Erneut völlig frei war es diesmal Christopher Doß, der aus 14 Metern den am Ende entscheidenden Treffer erzielte (63.). In der 72. Minute vergaben die Platzherren eine weitere Chance zum vierten Treffer nach Fehler von Trilk, der kurz darauf nach einer überharten Attacke mit Rot vom Platz musste (76.). In der Schlussphase setzte Sperber noch einmal alles auf eine Karte, doch eine Freistoßchance nach Foul an Flandrin, die Mathias Bach vergab, und ein von Sasels Keeper gehaltener Heydorn-Kopfball nach Ecke von Bach sprangen dabei nicht mehr heraus. „Normalerweise hätten wir dieses Spiel nicht verlieren dürfen“, so das Fazit von Ligaobmann Heidrich. „Nach Ballverlust im Spielaufbau sind wir, wie schon in einigen Partien zuvor, nach hinten offen wie ein Scheunentor. Ich denke, wir haben uns durch diese kapitalen Fehler heute selber geschlagen.“

Nächster Gegner des SC Sperber ist am 28. Oktober die „Zweite“ von Eintracht Norderstedt (19 Uhr, Sport-Duwe-Stadion)
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