Foto- und Zeitgeschichte in Hamburg ausgestellt

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Christer Strömholm fotografierte Model „Nana“ 1961 auf dem Place Blanche in Paris Fotos/Repro: Hörmann

Ausstellung: 100 Jahre Leica-Fotografie

City Eine Notiz im Werkstattbuch der Optischen Werke Erst Leitz in Wetzlar belegt: 1914, also vor genau 100 Jahren, hat Oskar Barnack, Leiter der Versuchsabteilung, das erste funktionstüchtige Modell einer Kleinbildkamera fertig gestellt – eine Revolution, wie sich später herausstellte. Die 1925 eingeführte Leica, der Name ist eine Kombination aus Leitz und Camera, war die Grundlage für die Entwicklung der Fotografie zum Hobby, indem sie Amateuren den Zugang zum Medium erleichterte, sie veränderte jedoch auch die Profi-Fotografie. Vorher schleppten die Fotografen große Kameras auf Ständern mit sich herum, jetzt passte das Gerät mit dem versenkbaren Objektiv in die Manteltasche. Spontane Fotos auf der Straße? Kein Problem mit dem kleinen Fotoapparat. Die Ausstellung 100 Jahre Leica Fotografie in den Deichtorhallen dokumentiert diesen Umbruch. Mit rund 500 Fotos von 140 Künstlern zeigt die Schau ein umfassendes Bild der Entwicklung der Fotografie in den letzten 100 Jahren – und wirft gleichzeitig einen intensiven Blick auf die Zeitgeschichte. Mehr noch: Die Ausstellung ist eine Expedition in das Reich der Fotokunst, sie zeigt ein Kaleidoskop ganz unterschiedlicher Arbeiten und Stile. Das Verbindende ist die Leidenschaft für die Leica. „Die Leica ist eine Art Glaubensbekenntnis“, sagt Ingo Taubhorn, Kurator des Hauses der Photographie der Deichtorhallen.
Die Ausstellung erzählt auch die Technikgeschichte der Edelmarke: in einem eigenen Raum sind die unterschiedlichen Modelle ausgestellt, darunter auch die Ur-Leica von 1914. Passend dazu viele historische Fotos bekannter Fotografen. (sh)

bis 11. Januar, Di-So, 11 bis 18 Uhr, jeden 1. Do im Monat bis 21 Uhr, Deichtorhallen, Haus der Photographie
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