Auf vielen Wegen ins Jenseits

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Auf Ohlsdorf kann jeder „nach seiner Fasson selig werden“. Hier ein Grabmal mit dem bekannten Mantra „Om mani padme hum“, der Bitte um Befreiung aller Lebewesen aus dem Kreislauf der Wiedergeburt Foto: Krause

Vorträge über fernöstliche Weltreligionen im Ohlsdorfer Bestattungsforum in Hamburg

Hamburg. Als der Friedhof Ohlsdorf „im Jahre 1877 am 1. Juli unter Einsenkung der ersten Särge“ feierlich eröffnet wurde, war er in mancher Hinsicht eine Besonderheit. Nicht nur, dass hier jeder ein eigenes Grab bekam – sondern auf diesem Friedhof konnte jeder, gleich welcher Konfession, begraben werden. Beides war damals nicht selbstverständlich. Die Friedhöfe wurden bis zu diesem Zeitpunkt von den Kirchen betrieben und wer arm gelebt hatte, musste sich auch als Toter die „letzte Wohnung“ mit anderen teilen. Schnell wurde Ohlsdorf so zum Begräbnisplatz für Menschen unterschiedlichster Bekenntnisse. Parallel zur Internationalen Gartenschau (igs) hatte der Friedhof in diesem Jahr direkt vor dem Bestattungsforum ein Blumenrondell angelegt, das, wie im Sommer die igs-Gärten in Wilhelmsburg, über die fünf Weltreligionen – Buddhismus, Christentum, Hinduismus, Islam und Judentum und die jeweiligen Jenseitsvorstellungen informierte.

Buddhismus, Hinduismus

Daran knüpft der Förderkreis Ohlsdorfer Friedhof e.V. an, wenn er nach Abschluss der Gartenschau gleich zu zwei Informationsveranstaltungen einlädt, die sich intensiv mit dem Buddhismus und dem Hinduismus beschäftigen. Der Buddhismus-Lehrer Oliver Petersen vom Tibetischen Zentrum e.V. wird eine Einführung in die grundlegenden Lehren des „Buddha von den Vier Edlen Wahrheiten“ geben. Es geht unter anderem um Themen wie Karma und Wiedergeburt. Ziel ist, dass sich zwischen Referenten und Publikum ein Gedankenaustausch entwickelt. Eine Woche später steht der Hinduismus im Mittelpunkt. Die Einführung dazu gibt Rolf Peters, Präsident der ISKCON Hamburg, der Internationalen Gesellschaft für Krishna-Bewusstsein. Begriffe wie Dharma, vier Veden und das Gesetz des Karma werden fachkundig erläutert. (fjk)

Sonntag, 24. November „Buddhismus“, Sonntag, 1. Dezember „Hinduismus“. Die Veranstaltungen finden jeweils um 15 Uhr in der Cordes-Halle des Bestattungsforums auf dem Ohlsdorfer Friedhof statt. Der Veranstaltungsort ist auch von der Fuhlsbüttler Straße 758 aus zu erreichen (kurz vor der S-Bahnbrücke). Der Eintritt ist frei.
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