Bad-Party zum Jubiläum in Hamburg

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Das Naturbad Langenhorn im Jahr 1937: Zwei Jahre nach der Eröffnung kann man noch über freies Feld bis zur Tang-stedter Landstraße (oberer Bildrand) schauen. Der Bademeister patroulliert in weißer Uniform Foto: Langenhorn-Archiv

80 Jahre Vergnügen an der Hohen Liedt : Am Sonntag wird groß gefeiert!

Von Bert C. Biehl
Hamburg. Manche nennen es „Moorbad“ wegen seines trüben Wassers, anderen reicht „Natur-“ oder einfach „Freibad“. Egal - auf den Tag genau wird gefeiert: Am kommenden Sonntag, 1. Juni, besteht das Schwimmbad an der Hohen Liedt 80 Jahre. Und seit 30 Jahren läuft das ehemals staatliche Bad unter der Regie des Sportvereins HTB 62. Ab 13 Uhr gibt es deshalb am Sonntag ein Sommerfest für alle. Live-Musik, Showprogramm und Kulinarisches sind Stichworte. „Während der vergangenen Jahre wurde das Bad umfangreich saniert. Aktuell ist nun auch die Wiederherstellung des Betriebsgebäudes nahezu abgeschlossen“, sagt Hans-Joachim Heeg, seit drei Jahren Erster Vorsitzender des HTB. Rund eine Million Euro waren hier aus Landes-, Bezirks- und Mitteln des Hamburger Sportbundes investiert worden. Unter anderem wurden Spundwände ausgetauscht, Sanitäranlagen und Umkleideräume erneuert, und der Beckenrand ist mit Stegen aus Hartholz eingefasst. Bis Sonntag soll auch der Kleinkind-Spielplatz fertig werden. Das Schwimmbad am Kiwittsmoorpark hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Ursprünglich hatte der noch heute bestehende Dorfteich Ecke Langenhorner Chaussee und Tangstedter Landstraße sowie ein paar wilde Badestellen entlang des Tarpenbeks zur Abkühlung gedient. Das gefiel den sittenstrengen Langenhornern jedoch nicht, da Jungen und Mädchen dort unbeaufsichtigt und gemeinsam planschten. Schon 1890 bemühten sich die Bewohner des damals noch eigenständigen Dorfes bei der „Landherrenschaft der Geestlande“, seinerzeit Aufsichtsbehörde für die hamburgischen Landgemeinden, um den Bau einer richtigen Badeanstalt.
Erst im August 1912 war es soweit. Langenhorns erstes Freibad entstand am heutigen Foorthkamp auf einer Wiese, die der Eigentümer, der Hamburger Kaufmann Edmund Siemers zur Verfügung gestellt hatte.
In den Folgejahren verschlammte das Bad zusehends, weil der Bornbach direkt hindurch floss. Als der zwischen 1932 und 1933 begradigt wurde, fielen die Wasserbecken trocken. 1935 wurde dann das neue Bad an seinem heutigen Standort eröffnet. (bcb)
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