Basisarbeit im kleinen Kreis

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Dietrich Wersich, CDU-Oppositionschef im Rathaus (v.l.), sprach auch mit Roland Machinia, der an der Umgestaltung Langenhorner Markt mitarbeitet. Rechts: Klaus-Peter Hesse (CDU)

CDU-Abgeordnete hörten sich Langenhorner Sorgen an

Langenhorn. Dietrich Wersich, CDU-Fraktionsvorsitzender in der Bürgerschaft, und Klaus-Peter Hesse, Wahlkreisabgeordneter der Christdemokraten unter anderem für Langenhorn und Fuhlsbüttel, hatten gemeinsam mit Bezirks-Politikern zu einem Bürgergespräch eingeladen.
War der Termin – 10 Uhr an einem Freitagvormittag – daran schuld, dass die zehn Damen und Herren von der CDU lediglich sieben Bürger begrüßen konnten?
Die hatten dadurch ausgiebig Gelegenheit, die aus ihrer Sicht brennenden Probleme des Stadtteils zu schildern.

Stolperfallen

Das waren zum Beispiel die unliebsamen Hinterlassenschaften von Hunden oder Bierkonsumenten, Kuriositäten um das seit Jahren unbewirtschaftete Kleingärtengelände am Bornbach oder auch die unfallträchtigen, hohen Stahlkanten um das öffentliche Grün in der umgestalteten Tangstedter Landstraße.Hesse und Wersich stellten ihrerseits die aktive Rolle ihrer Partei bei der Mitteleinwerbung für die Steigerung der Attraktivität des Langenhorner Marktes heraus und formulierten ihre Sorgen bezüglich einiger für sie „erkennbarer Fehlentwicklungen in Stadt und Bezirk“.

Fehlentwicklungen

Dabei gingen sie sehr dezidiert auf die einzelnen Problemfelder ein. Einiges nannten sie beim Namen. Wersich beklagte unter anderem die Mittelkürzungen in der offenen Jugendarbeit: „Der Verweis auf die auffangende Wirkung der Ganztagsschule geht an der Wirklichkeit vorbei – es gibt nicht wenige junge Menschen, die nicht auch noch ihre Freizeit im Umfeld Lehrer / Schule gestalten wollen.“
Für eine fatale Fehlentwicklung hält Wersich auch die geplante und teils bereits umgesetzte Verwendung des Personals für den „Bezirklichen Ordnungsdienst“. Statt in der Innenstadt „Knöllchen“ zu schreiben, sollten diese Mitarbeiter besser weiterhin für Ordnungsaufgaben in den Bezirken eingesetzt werden.
Das bringe zwar dem Senat nicht so viel Geld ein, diente aber letztlich den Bürgern ungleich mehr. „Bürgerplattformen“, so Wersich, „sollten zunehmend für den Dialog zwischen Bürgern und Verwaltung sorgen.“ Aber, das machten die Politiker deutlich – nicht alle Einzelinteressen sind mit dem Gemeinwohl gleichzusetzen. Mehr „wir“ und weniger „ich“ – das ist ein Wunsch der Politiker an die Bürger. (fjk)
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