Berufsfeuerwehr für Langenhorn?

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Daniel Dahlke (42) ist der Landesvorsitzende des Berufsverbands der Feuerwehr Foto: Röhe
Langenhorn. „Wir können in vielen Stadtteilen nicht mehr gewährleisten, dass wir innerhalb von acht Minuten am Einsatzort sind“, sagt Daniel Dahlke. Der 42-Jährige ist Landesvorsitzender des Berufsverbands der Feuerwehr. Er fordert für Hamburg mindestens sechs neue Wachen und dementsprechend mehr Personal. Laut Dahlke sind etwa 30 der 104 Stadtteile unterversorgt. „Gerade in Randgebieten wie Langenhorn ist es dringend notwendig, dass wir dort eine eigene Feuer- und Rettungswache bekommen“, erklärt Dahlke. Wenn es in Langenhorn brenne, rückten die Löschzüge aus den Wachen Sasel oder Alsterdorf aus – dies seien die nächst gelegenen. Zwar rückten auch die Freiwilligen Feuerwehren Langenhorns aus und unterstützten die Berufsfeuerwehr bei der Bekämpfung von Schadenfeuern, aber „es darf doch keine Frage des Wohnortes sein, ob Menschen durch uns gerettet werden können oder nicht“, erläutert Dahlke. „Durch Umstrukturierungen sind viele Wachen derzeit nur noch mit zehn statt mit 16 Mann besetzt. Ein Löschzug einer Wache muss dann durch ein weiteres Hilfeleistungsfahrzeug einer anderen Wache unterstützt werden“, erklärt Dahlke und ergänzt: „Ab Januar 2014 wird das ‚Rendezvous-System’ verschärft, mehrere Wachen müssen bei den Einsätzen enger zusammenarbeiten. Wir haben dann kaum Reserven, wenn es an mehreren Stellen brennt.“ Ginge es nach Dahlke, müssten 650 zusätzliche Feuerwehrleute eingestellt werden, um rechtzeitige Hilfe zu gewährleisten.
Die Innenbehörde dagegen, die für Hamburgs 87 Freiwillige und 17 Berufsfeuerwehren zuständig ist, sieht keinen Handlungsbedarf. Über seinen Sprecher ließ Innensenator Michael Neumann verkünden: „Bei der Feuerwehr gibt es so viel Personal wie noch nie. Wir haben zurzeit 2309 Personen im Feuerwehrdienst, jedes Jahr werden 80 ausgebildet.“ (mr)
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