Betriebe stellen Ausbildungsberufe vor

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Am Ende ein entspanntes Lächeln. Der Plan für das Catering bei der Messe ‚Beruf und Schule‘ steht, alle Fragen wurden gestellt – alle Antworten gegeben. Die fünf Lehrerinnen im Hintergrund sind mächtig stolz auf ‚ihre‘ Schüler. Fotos: Krause
 
Katja Jürgens erwartet viele Besucher von beiden Schulen aber auch aus den Stadtteilen.

Donnerstag, 1. November, von 17 bis 20 Uhr. Gesprächsrunden bieten zusätzliche Informationen

Langenhorn. Schule und das wirkliche Leben – der Vorwurf, dass beides nur bedingt miteinander zu tun hat, ist nicht neu. Dennoch wird er in der Praxis täglich widerlegt. Ein aktuelles Beispiel dafür liefert die Stadtteilschule ‚Am Heidberg‘ in Kooperation mit der ‚Fritz-Schumacher-Stadtteilschule‘. Beide Schulen laden zu einer Messe ein, die über die eigenen Schulgrenzen hinaus den Brückenschlag in die Arbeitswelt wagt. Katja
Jürgens, Abteilungsleiterin für die 8. bis 10. Klassen ‚Am Heidberg‘ und verantwortlich für das Projekt ‚Betrieb und Schule‘ erläutert im Gespräch mit dem WochenBlatt, worum es dabei geht. „Es ist uns auch in diesem Jahr wieder gelungen, namhafte Unternehmen sowie Behörden und Weiterbildungseinrichtungen zur Teilnahme an unser Messe zu gewinnen. Messeteilnehmer kommen nicht nur aus dem engeren Einzugsbereich der Schule“, so die erfahrene
Pädagogin, „sondern aus ganz Hamburg. An den jeweiligen Ständen können die Besucher erfahren, welche Ausbildungsmöglichkeiten die Aussteller bieten. Ganz besonders freuen wir uns darüber, dass einige Eltern über ihr jeweiliges Berufsumfeld berichten werden.“ Da können sich die Schüler mit der Frage „Traumberuf Künstlerin?“ auseinandersetzen oder aus Erster Hand Wissenswertes über die Arbeit als Hausarzt oder der Aufgabenstellung der medizinischen Fachangestellten erfahren. Diese Informationsangebote stehen allen Besuchern offen. Richtig ‚ans Eingemachte‘ geht es in den Gesprächsrunden. Denn Schule wäre nicht Schule, wenn sich aus dem Messeangebot nicht auch eine konkrete Aufgabe ableiten ließe. „Jeder Schüler der 9., 10. und 12. Klasse muss sich für ein Gesprächsrundenangebot anmelden. Dabei treffen die Schüler in kleinen Runden mit Gesprächspartnern aus dem Ausstellerkreis und anderen Aus-und Fortbildungsanbietern zusammen. Es gilt, sich auf das Gespräch gründlich vorzubereiten – einen möglichst großen Nutzen daraus zu ziehen. Denn nur wer richtig und überlegt fragt, bekommt gute Antworten. Der Nutzen kann unter anderem auch eine gute Note sein. Denn jeder Schüler muss das Gespräch schriftlich reflektieren und zur Benotung vorlegen“ Eigentlich eine logische Konsequenz. Mit der Messe ‚Beruf und Schule‘ engagieren sich viele Lehrer weit über den Routineablauf hinaus – daher kann auch von den Schülern in deren eigenem Interesse gefordert werden, das Angebot der Messe zu nutzen. Wie professionell die Messe organisiert wird, erfuhr das WochenBlatt als Gast bei einer Planungsbesprechung zwischen Schulvertretern und einem Team der Beruflichen Schule W2, Fachbereich Hauswirtschaft, Uferstraße. Die hat sich in das Messe Projekt einbinden lassen. ‚Catering‘ heißt das Stichwort. Auch in diesem Fall steht Interaktion auf den Stundenplan. Die Hauswirtschaftsschülerinnen und Schüler im dritten Ausbildungsjahr der Uferstraße werden unter der Leitung von Karin
Jarecki gemeinsam mit Schülern der Klasse 8a für das leibliche Wohl auf der Messe sorgen. So war es klar, dass Lea und Frank mit dem Wahlpflichtfach ‚Ernährung‘ als Vertreter ihrer Klasse mit bei der vorbereitenden Besprechung waren. Grundsätzliche Fragen galt es zu klären. Zum Beispiel: „Wie viele Menschen müssen verköstigt werden? Warme oder kalte Speisen? Welche Getränke? Welches Geschirr? Wann kommt wer zum Einsatz? Ist ausreichend Strom vorhanden und die alles entscheidende Frage: Welches Budget steht zur Verfügung“. Es war den beiden Vertretern der Klasse 8a anzusehen, dass ihnen ganz schön der Kopf schwirrte. Die fünf abgesandten Hauswirtschafter von der Ufer-
straße führten selbstbewusst und fachkundig durch die Besprechung. Ganz klare Ansagen gab es auch bezüglich Bekleidung und Aussehen „Im Service kein Nagellack und kein Dekolleté“. Ob das die Gründe sind, warum sich Lea und Frank spontan zum Küchendienst einteilten, blieb offen. Nicht offen blieb der hohe Ausbildungsstand der Schüler der Beruflichen Schule Uferstraße. Zielführend erarbeiteten sie gemeinsam mit den Schulvertretern der Schule ‚Am Heidberg‘ Anforderungen sowie Lösungsvorschläge für einen ‚runden‘ Ablauf des Caterings. Das war beeindruckend. An der Uferstraße können vollwertige Berufsabschlüsse für etliche Lehrberufe erworben werden; klar daher, dass auch sie mit einem Stand bei der Messe Am Heidberg vertreten ist. Weitere Informationen im Internet unter Stadtteilschule am Heidberg (fjk)

Donnerstag, 1. November, 17 bis 20 Uhr, Stadtteilschule ‚Am Heidberg‘ Tangstedter Landstraße 300
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