Den Opfern eine Stimme geben

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Alles hört auf ihr Kommando! Friedhofsgärtnermeisterin Marlies Roeder aus Langenhorn leitet den Einsatz der 32 Jugendcamp-Teilnehmer aus neun Nationen, die von zwölf Bundeswehrreservisten tatkräftig unterstützt werden.Fotos: Krause

Ein Fest für den Frieden auf Ohlsdorf

Von Franz-Josef Krause
Ohlsdorf. Auf Ohlsdorf, dem Parkfriedhof der Stadt, da liegen sie dicht beieinander. Die Opfer von Unrecht und Gewalt und die, die gezwungen oder freiwillig Gewalt ausübten und die selbst Opfer von Gewalt wurden. „Aber in Ohlsdorf - da schwatzen die Toten, die unsterblichen Toten vom unsterblichen Leben“ so schrieb Wolfgang Borchert, selbst Opfer der Verfolgung durch den Nationalsozialismus. Nicht um das unhörbare ‚Schwatzen’ der Toten des letzten Krieges geht es beim diesjährigen ‚Ohlsdorfer Friedensfest’, sondern darum, dass ihre Stimmen Gehör finden. Um ein deutliches Zeichen zu setzen und den vielen Opfern mehr als steinerne Denkmale zu setzen, haben sich zum Friedensfest mehrere Initiativen und Vereinigungen zusammengefunden. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, alles andere als eine bündische Organisation von Grabpflegern, wird mit den Mitgliedern seines Hamburger Sommercamps ganz besondere Akzente setzen. Denn die jungen Leuten, die auch auf dem Gräberfeld der Opfer arbeiten, werden mit einer Videoperformance ihre persönlichen Eindrücke und Empfindungen in die Friedenswoche zum Ausdruck bringen; am 25. und 28. Juli die Teilnehmer des Camps ‚Cambrai – Hamburg‘ sich ebenfalls einbringen. Das Programm unter: http://www.volksbund.de/hamburg
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