„Den Unternehmen geht es gut“

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Sebastian Koch (v.l.) und Heinrich Ritscher vom Unternehmensverband schauen, was die Wirtschaftsentwicklung rund um Norderstedt angeht, zuversichtlich in die nahe Zukunft Foto: Fuchs

Norderstedts Konjunktur laut Umfrage auf hohem Niveau

Norderstedt. Die Wirtschaft in Norderstedt hat in der zweiten Jahreshälfte 2013 eine leichte Talfahrt – allerdings auf recht hohem Niveau - erlebt, die bereits jetzt schon wieder überwunden scheint. Dies ist das Ergebnis der aktuellen Umfrage, die der Unternehmensverband Unterelbe-Westküste im Dezember unter seinen 400 Mitgliedsbetrieben machte, dessen Einzugsbereich von Sylt bis Norderstedt reicht.
Aus Norderstedt und Umgebung haben sich 20 Betriebe beteiligt, die etwa 2000 Mitarbeiter beschäftigen. „Den Unternehmen geht es gut, die Konjunktur ist auf einem hohen Niveau“, fasst Verbandsgeschäftsführer Heinrich Ritscher die Umfragedaten zusammen. Bei der Investitionsbereitschaft und auf dem Arbeitsmarkt schwächelte die Konjunktur im Raum Norderstedt in den letzten sechs Monaten etwas. „Die Unternehmer halten sich zurück, zu investieren und zusätzliche Mitarbeiter einzustellen. Sie sind vorsichtiger geworden.“
Diese Vorsicht lässt sich aus den Eckdaten der Befragung herauslesen. So liegt die Kapazitätsauslastung der Norderstedter Firmen mit 81 Prozent auf einem relativ hohen Stand. Allerdings konnte der Rekordwert von 92 Prozent aus dem Frühjahr nicht wieder erreicht werden, als der Verband zuletzt seine Mitgliedsbetriebe befragte. Auch ihre Auftragslage bewerten weniger Unternehmer für gut als es noch im Sommer der Fall war: sechs Prozent im Vergleich zu 32 Prozent im Juni. Mit 35 Prozent haben im Vergleich zum ersten Halbjahr doppelt so viele Betriebschefs ihre Investitionen eingeschränkt.
Entsprechend zurückhaltend wollen die Unternehmer auch in der nahen Zukunft agieren: 41 Prozent der befragten Betriebschefs wollen im nächsten Halbjahr ihre Investitionen einschränken. Vor sechs Monaten planten dies nur 27 Prozent der Norderstedter Unternehmer. Auch ihre Umsatzerwartung für das erste Halbjahr 2014 bleibt hinter der für die zweite Jahreshälfte 2013 zurück: Nur noch jeder dritte Firmenchef rechnet mit mehr Einnahmen, vor sechs Monaten war dies jeder zweite.
Aber die Psychologie, die viele für das Wichtigste bei der Wirtschaft halten, sagt etwas anderes. Es glauben wieder mehr Norderstedter Unternehmer, dass sich ihre Auftragslage bessern wird als zur Jahresmitte, was Verbandsgeschäftsführer Sebastian Koch für ein erstes Anzeichen einer Trendwende wertet. (bf)
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