Die Kreuzkirche wird 50

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Grundsteinlegung der 1962 geweihten Kreuzkirche. Foto: Archiv der Kirchengemeinde
Barmbek. Mit einer Festwoche will die Kirchengemeinde Alt-Barmbek vom 15. bis zum 22. April das 50. Jubiläum ihrer Kreuzkirche in der Wohldorfer Straße feiern. Eigentlich könnten die Barmbeker sogar ein Doppeljubiläum begehen: Die alte Kreuzkirche, die in diesem Jahr 125 Jahre alt geworden wäre, wurde jedoch 1943 bei den Luftangriffen auf Hamburg vollständig zerstört. 1962 wurde die neue Kreuzkirche geweiht. In der Gemeinde wird soziales Engagement groß geschrieben. Das hat Tradition: Bereits 1826 entstand im damals noch ländlich geprägten Barmbek in der heutigen Bartholomäusstraße eine Sonntagsschule. Jedes zehnte Kind ging damals nicht zur Schule, weil es arbeiten musste. In der Sonntagsschule lernten sie Lesen und Schreiben. Erst mehr als zwanzig Jahre später wurden die ersten Gottesdienste für Erwachsene dort abgehalten. 1986 wurde am Holsteinischen Kamp der Grundstein für eine Kapelle gelegt, dort wurde schließlich 1887 die alte Kreuzkirche gebaut und geweiht. Sie stand bis zu den Bombennächten 1943; beim großen Feuersturm über Hamburg, wurde die Kreuzkirche zerstört. Die Einwohnerzahl Barmbeks sank von 200.000 vor dem Krieg auf weniger als 15.000 Menschen. 1959 begann der Bau des neuen Gemeindezentrums an der Wohldorfer Straße, am 18. März 1962 wurde die jetzige Kreuzkirche geweiht. In den 80-er Jahren wurde die Kinder- und Jugendarbeit der Gemeinde intensiv betrieben, das erste Stadtteilfest wurde gefeiert. 2001 fusionierte die Gemeinde der Kreuzkirche mit der Kirchengemeinde Alt-Barmbek und trägt seither den gemeinsamen Namen. 2004 kam es zum Zusammenschluss mit der Bugenhagengemeinde. 2010 wurde das neue Stadtteilzentrum Barmbek°Basch eingeweiht, einem in Deutschland bisher einzigartigen Zusammenschluss von kirchlichen und anderen sozialen Einrichtungen. Hier wird die Tradition der alten Sonntagsschule wieder aufgenommen: Für die Familien und Kinder da sein, in den Stadtteil hineinwirken. Ein guter Grund zum Feiern: Den Auftakt macht am Sonntag, 15. April, um 15 Uhr ein Gottesdienst mit Familienkonzert und Chören. Ein Kindergottesdienst, ein Abend für „Ehemalige“, ein Vortrag über die Geschichte der Kirche und des Stadtteils ergänzen das Angebot. Die Woche endet mit einem Festgottesdienst am Sonntag, 22. April, um 15 Uhr mit Bischöfin Kirsten Fehrs.Die Kirchengemeinde würde zur Festwoche gern Menschen begrüßen, die im Gründungsjahr in der Kreuzkirche getauft, konfirmiert oder getraut wurden. (leu)
u Infos im Kirchenbüro,
t 519 00 80-0
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