Die „Visitenkarte“ stinkt

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Beim 3. Quartiersforum berichteten Klaus-Dieter Marzahn, Peter Hamann und Jasmin Castor Frenzel vom Bezirksamt Nord sowie Julia Dettmer (v. l.) von der steg über die neuen Entwicklungen im Quartier. Foto: Krause

Quartiersforum diskutiert über Toilette auf dem U-Bahnhofsvorplatz

Langenhorn. Beim 3. Quartiersforum um den Langenhorner Markt und die südliche Tang-stedter Landstraße ging es um allzu Menschliches. Gut 30 Bürgerinnen und Bürger machten sich Gedanken. Wer, wo und wann soll am Bahnhof und am Markt die Möglichkeit haben, sich zu erleichtern. „Pecunia non olet - Geld stinkt nicht“ - dieser Spruch ist vom römischen Kaiser Vespasian überliefert, als er eine Latrinensteuer einführte. Selbst den Wahrheitsgehalt dieser Aussage bestreiten heute Experten – einig ist man sich hingegen, dass öffentliche Toiletten Geld kosten.
Wo sie fehlen und dennoch dringende Bedürfnisse bestehen, da stinkt es. So, wie spätestens bei sommerlichen Temperaturen, auf dem U-Bahnhofvorplatz. Der sei, so wurde gesagt, die Visitenkarte Langenhorns. Nicht gut, wenn die stinkt. Behördenvertreter und ‚steg‘ machten auf die etwas verzwickte rechtliche Situation um die Notdurft aufmerksam. So wie heute schon, wird auch das neue Marktmeisterhaus eine Toilettenanlage vorhalten. Verpflichtend geöffnet nur an Markttagen. Dass in dieser Zeit auch Personal für Sauberkeit sorgt, ist einer freiwilligen Umlage der Marktkaufleute zu verdanken. Erwogen wurde das Für und Wider weiterer Öffnungszeiten. Völlig ungeklärt ist, wer dafür der Kostenträger sein könnte. Auch wer für Sauberkeit am U-Bahnhof Pissoir nachhaltig sorgen könnte, steht weiterhin in den Sternen. Besorgtes Naserümpfen war die Folge.
Was gab es noch? Gulfam Malik wies darauf hin, dass für viele bereits eingeleitete Maßnahmen zumindest formal noch kein Beschluss der Bezirksversammlung vorliegt. Neu auch, dass die südliche Tangstedter Landstraße weiterhin zweispurige Einbahnstraße bleibt, aber zur 30 km/h Straße wird. Radwege entfallen beidseitig. Die Radfahrer müssen die Straße nutzen und dürfen dafür die Einbahnstraße auch in Gegenrichtung befahren. Die Glascontainer am Dorfteich bleiben trotz Bedenken einiger Anwohner dort, wo sie sind. Für die Besitzer der teilweise privaten Gehwege sollen Anreize geschaffen werden, diese optisch aufzuwerten. Ins Gedächtnis gerufen wurde, dass zusätzlich zum Tunnel am Bahnhof eine Ampelquerung des Krohnstieges geschaffen wird und dass der Tunnel heller und freundlicher gestaltet wird. Die Regularien für den mit 30.000 Euro bestückten Verfügungsfond wurden erläutert und widerspruchslos zur Kenntnis genommen. Cornelia Hadeler berichtete über die Pflanzaktion am Dorfteich. (fjk)
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