Dienstschluss!

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Wie sein Amtsvorgänger Uwe Ehlebracht (r.), wechselt auch Wolfgang Ellerbrock nun in die Ehrenabteilung. Foto: Florian Büh

Der Wehrführer der FF Fuhlsbüttel wechselt in die Ehrenabteilung

Von Florian Büh
Fuhlsbüttel. Am vergangenen Sonnabend ist nun Wolfgang Ellerbrock aus dem Amt des Wehrführers der Freiwilligen Feuerwehr Fuhlsbüttel geschieden. Da er am 31. Mai seinen 60. Geburtstag feiern durfte, musste er - so schreiben es das Hamburger Feuerwehrgesetz und die Verordnung über die Freiwilligen Feuerwehren vor - aus der Einsatz- in die Ehrenabteilung überstellt werden. Bernhard Bartels war ja schon einige Wochen zuvor als Nachfolger von den Kameraden der aktiven Wehr in die Funktion gewählt worden. In einer zweistündigen Feier, zu der Ellerbrock mit den Worten von Heinz Erhard einlud: „Der Ruhestand ist das, worauf man sich sein ganzes Arbeitsleben vorbereitet, und dann völlig überrascht ist, wenn es soweit ist“, waren viele Freunde und Wegbegleiter zum Backstube Am Hasenberge gekommen. Auch Wehrkameraden der Feuerwehr aus Meerbusch (NRW). „Seit 38 Jahren verbindet uns eine Freundschaft mit dem Löschzug Osterath“, sagt Ellerbrock. Seine angeblich 432-seitige Rede musste der bisherige Wehrführer mehrfach verschieben, denn neben seinem Nachfolger, wollte auch sein Vorgänger etwas sagen: „Es hat Tradition in Fuhlsbüttel, dass man durchhält, bis es nicht mehr geht.“ Dabei spielte Uwe Ehlebracht darauf an, dass Ellerbrock vermutlich nur wegen seines Alters das Amt ablegen musste, müde war er noch lange nicht. „Wir werden Dich nicht vom Auto werfen, wenn Du einmal da bist“, sagte daher auch Bernhard Bartels mit einem Augenzwinkern. Ellerbrock war seit 41 Jahren bereits ehrenamtlich aktiv, ist nach kurzer Zeit im Luftschutzhilfsdienst in die Feuerwehr übernommen worden. Seine erste Amtszeit, damals noch als Vertreter des Wehrführers, begann 1987. Nach zwei Amtszeiten wurde er 2001 Wehrführer, auch hier wurde er von seinen Kameraden in der Funktion einmal wiedergewählt. In seiner Rede dankte Ellerbrock vor allem seiner Frau: „Es war für Annegret nicht immer leicht, wenn ihr Göttergatte mit seinem ausgefallenen Hobby einmal wieder zum Dienst geht oder zum Einsatz fährt, obwohl private Verpflichtungen angesagt waren. Ich möchte mich bedanken für Deine Geduld und Deine Hilfe.“ Dabei überreichte ihr der gemeinsame Sohn, Sven Ellerbrock, einen Blumenstrauß. Auch Sven und seiner Lebensgefährtin Karin Dethling dankte der scheidende Wehrführer für die Arbeit als Jugendfeuerwehrwart und Vertreterin: „Ich war damals dabei, als die JF gegründet wurde. Es macht mich stolz, über Erfolge der JF heute zu lesen.“ Die mehr als 80 Anwesenden zeigten sich mit Applaus im Stehen dankbar für die Arbeit des elf Jahre tätigen Wehrführers. Selbstkritisch betonte Ellerbrock: „Im letzten Jahr habe ich versucht mich etwas aus dem Einsatzgeschehen heraus zu halten. In der Hoffnung leichter loszulassen. Dies war ein Trugschluss. Jetzt ist das weinende Auge größer, als das Lachende!“ Mit einem Appell schloss der Wehrführer, nachdem er vom Landesbereichsführer-Vertreter-Nord, Gerd Rüther, in die Ehrenabteilung überstellt wurde: „Meckert nicht nur über den neuen Alten - sondern unterstützt ihn.
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