Ein Cop sagt tschüss

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Zum Abschied gab es von jeder Klasse Blumen für den Garten, dem sich Hans-Henning Gausmann nun intensiver widmen kann.

Hauptkommissar Hans-Henning Gausmann geht in den Ruhestand

Langenhorn. Nicht, dass es an der Grundschule am Krohnstieg ansonsten langweilig wäre – aber in der Woche vor Ostern beschäftigte die rund 200 Schulkinder der Ganztagsschule gleich zweierlei besonders: Der Mitmachzirkus Quaiser hatte seine Zelt auf dem Schulgelände aufgeschlagen und der „Cop for you“ oder auch kurz „Cop4U“ Hans-Henning Gausmann war gekommen, um sich zu verabschieden. 12 Jahre war der scheidende Hauptkommissar u.a. für die Krohnstiegschule zuständig. Was macht so ein Polizist in der Schule eigentlich? Im spröden Amtsdeutsch liest sich das in Auszügen so: „Cop4U sind Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte, die den Schulen fest zugeteilt sind und im Rahmen polizeilicher Zuständigkeiten als erster Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Durch das Programm Cop4U wird ein flächendeckender Standard der Kooperation zwischen den Schulen und der Polizei erreicht. Durch regelmäßige Präsenz und Kontaktpflege gewährleisten die Cop4U die Intensivierung der Zusammenarbeit mit den Schulen. Hierzu gehören: Einrichtung von Sprechstunden, Teilnahme des Cop4U an Elternabenden, Teilnahme des Cop4U an Lehrer- und Elternkonferenzen, Verstärkung der Präsenz im Schulumfeld und auf Schulwegen, Präsenz an Schulen, Teilnahme des Cop4U an Erziehungskonferenzen zu auffälligen Schülern. Die Intensität der Cop4U-Tätigkeit orientiert sich an der örtlichen Situation. Ziel ist es, eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen den Schulen und der Polizei zu fördern, sowie gemeinsam Maßnahmen zur Eindämmung der Jugendkriminalität zu verabreden und umzusetzen . . .“
Schulleiterin Maren Lawrenz bedankte sich auch im Namen des Kollegiums, der Kinder und der Elternschaft bei ‚ihrem‘ Stadtteilpolizisten für die fruchtbare Zusammenarbeit. Dem lag nach eigenem Bekunden sehr daran ein Polizist zu sein, den die Kinder kennen, zu dem sie Vertrauen haben und dass sie dieses Vertrauen auf die Polizei insgesamt übertragen. Stolz ist Gausmann darauf, dass es in den vielen Jahren seiner Zuständigkeit am Ampelüberweg des Krohnstiegs zu keinem Unfall gekommen ist. Dafür hat er häufig frühmorgens Präsenz gezeigt und mit den Kindern die bewusste Teilnahme am Verkehr eingeübt. Denn, das gilt auch für die Polizeiarbeit „Vorbeugen ist besser als Heilen“. Deshalb ist Hans-Henning Gausmann froh, seine Aufgabe in die Hände von Jürgen Hennings (49) legen zu können. Erst ist der ‚Neue‘ unter den 9 Stadtteilpolizisten des PK 34. Damit ist sichergestellt, dass die Kinder auch weiterhin ihren eigenen Polizisten, ihren „Cop for you“, haben. (fjk)
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