Ein Konzert zum Geburtstag

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Justus Frantz ist mit der Geigensolistin Ksenia Dubrowskaja, 34, verheiratet, der gemeinsame Sohn Justus ist neun Foto:ms
 
Im Garten und bei seiner Familie tankt er Kraft.

Justus Frantz feiert am 29. Juni seinen Siebzigsten in der Laeiszhalle

Hamburg. International erfolgreicher Pianist, Dirigent, Moderator und Musikvermittler („Philharmonie der Nationen“): Justus Frantz, der am 18. Mai 70 Jahre alt wurde, blickt auf ein umfassendes Künstlerleben zurück. Kurz vor seinem Geburtstagskonzert am 29. Juni (17 Uhr in der Laeiszhalle, Kleiner Saal) traf sich das Wochenblatt mit ihm und sprach über Stationen seiner Karriere, über Wünsche und die Fußball-WM.
Geboren in Hohensalza im heutigen Polen wuchs Justus Frantz im ostholsteinischen Testorf auf. „Ich hatte dort eine sehr schöne Jugend. Man hat mich nie fühlen lassen, dass ich Flüchtling war. Das war etwas Besonderes“, erinnert sich Frantz. Nach dem Klavierstudium in Hamburg und Positano (Italien) sowie dem Dirigierstudium gewann er 1967 als Pianist den Internationalen Musikwettbewerb der ARD. Zehn Jahre lang moderierte er die Fernsehsendung „Achtung! Klassik“, für die er 1993 die Goldene Kamera erhielt. Dabei weiß er auch, wie hart das Musikgeschäft sein kann. Probleme mit Geschäftspartnern brachten ihn zeitweise selbst in Schwierigkeiten. Doch diese Zeiten sind lange vorbei. 2013 wurde Frantz bei der Israel Sinfonietta Beer Sheva als erster nicht-jüdischer deutscher Künstler die Position des Chefdirigenten eines staatlichen israelischen Orchesters übertragen.
„Vor einigen Jahren habe ich auf einer Finca auf Gran Canaria ein zweites Zuhause gefunden“, sagt der Musiker, der abwechselnd auf der spanischen Insel und in Hamburg-Harvestehude lebt. Das Finca Festival Frantz & Friends gehört seit längerem zu den Geheimtipps der internationalen Musiklandschaft. Namhafte Solisten und Dirigenten, sowie die Philharmonie der Nationen treffen sich dort alljährlich in ungezwungener Atmosphäre, das nächste Mal vom 2. bis 13. Juli. Zuvor freut sich Frantz aber auf „sein“ Geburtstagskonzert in der Laeiszhalle. Er präsentiert ein „Best of“ mit den schönsten Werken von Mozart, Chopin und Beethoven. „Ich habe immer mehr internationale Verpflichtungen und freue mich jedes Mal, wenn ich vor meinem Hamburger Publikum, dass mir sehr am Herzen liegt, auftreten darf. Hier tanke ich Kraft“, sagt er. „Hoffentlich sehe ich ein paar Freunde wieder. Es ist ein Dank an alle, die mich unterstützt und begleitet haben.“
1.800 Gäste aus Politik, Kultur und Gesellschaft kamen bereits im Mai in Berlin ins Schauspielhaus am Gendarmenmarkt, um den 70. Geburtstag mit dem Maestro zu feiern. „Ich werde sicherlich auch wieder die Menschen ansprechen und sie quasi mit meiner Musik umarmen“, blickt der 70-Jährige voraus.
Und was wünscht sich ein Mann, der so viel erreicht hat? „Dass noch mehr Hamburger zu meinem Festival auf Gran Canaria kommen. Das ist etwas Unvergessliches. Ich habe aber auch ansonsten noch viel vor. Man wächst mit seinen Aufgaben und verändert sein Leben mit seinen Aufgaben.“ Was genau geplant ist, will er aber noch nicht verraten. Den Verlauf der Fußball-WM verfolgt Frantz übrigens nicht. Er bereitete sich während des WM-Starts auf Konzerte in St. Petersburg und Frankfurt vor. „Mir ist Beethoven wichtiger als Mesut Özil.“ (ms)

Hamburg feiert Justus Frantz: Wochenblatt-Leser erhalten exklusiv beim Kauf einer Eintrittskarte (ab 34 Euro) für das Konzert am 29. Juni bei Nennung des Stichwortes „Wochenblatt“ eine Karte in der gleichen Kategorie kostenlos dazu. Die Aktion gilt, solange der Vorrat reicht! Tel.: 01806/570070 oder eventim.de
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