Eine Frau für alle Fälle

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Almut Wolter engagiert sich in vielen Aufgaben bei der Kirchengemeinde St. Markus. Foto: Hanke

Almut Wolter und „ihre“ Heimat St. Markus

Hoheluft. „Ich mache es einfach gern“, sagt Almut Wolter gleich zum Beginn des Gesprächs mit dem WochenBlatt und strahlt. Was sie gern macht?
Die Arbeit im Kirchenvorstand der St. Markuskirchengemeinde, das Miktwirken in Ausschüssen und in der Kirchenkreissynode. Das Blumenamt nicht zu vergessen und auch für das Putzen der Weingläser bei festlichen Anlässen ist sich die Ehrenamtliche nicht zu schade. St. Markus kann nicht auf sie verzichten.
Als Neue in der Gemeinde wurde sie gleich 1997 in den Vorstand berufen. Ganz unbelastet war die 68-Jährige allerdings nicht.
„Ich bin so ein Typ. Ich war Klassensprecherin, Elternvertreterin“, verrät Almut Wolter.
Als ihr Sohn 18 Jahre alt geworen war und die Juristin ihren Job in einer Anwaltspraxis aufgegeben hatte, kam die neue Aufgabe bei St. Markus gerade recht.
Die Kirchengemeinde gefiel ihr und der Stadtteil auch. „Hoheluft ist noch recht bodenständig.
Hier werden gute Nachbarschaften gepflegt und die Geschäftswelt beteiligt sich an Kirchenleben“, lobt die gebürtige Schlesierin, deren Sprachduktur noch deutlich an die alte Heimat erinnert.
Seit 1964 lebt die studierte Juristin, die mit Bedacht ihre Worte wählt, in Hamburg und seit 1981 wohnt sie in der Isestraße.
In den Festausschuss und in den Ausschuss für die Partnergemeinde von St. Markus in Uyole (Tansania) wurde sie gewählt. Zweimal hat sie das ostafrikanische Land bereits besucht.
Mehrmals kümmerte sie sich um Abordnungen aus Uyole in Hamburg. Im Kunstausschuss wirkt Almut Wolter an der Organisation der vielen Veranstaltungen mit, die in der Markuskirche und im Gemeindehaus stattfinden: Konzerte, Lesungen, Theater. Ganz besonders kümmert sie sich um die deutsch-bosnische Schriftstellerin Emina Kamber, die bei St. Markus Lesungen organisiert und den deutsch-bosnischen Kulturaustausch pflegt. „St. Markus ist mir zur Heimat geworden“, erzählt Almut Wolter.
Da erledigt man auch unspektakuläre Aufgaben wie die Ausstattung der Kirche mit Blumen bei den Gottesdiensten. Almut Wolter ist so ganz nebenbei auch noch Küster- und Bürovertretung.
Auch abseits der ehrenamtlichen Betätigungen ist Almut Wolter bei St. Markus oft zu sehen - bei Veranstaltungen und auch selbst aktiv in der Kantorei.
„Das ist ja hier der Treff im Stadtteil. Sonst gibt es nichts“, erläutert die Markus-Aktivistin. Nur zum Sport fährt sie nach Groß Borstel. Zweimal in der Woche ist Gymnastik beim TSV 08 angesagt.
Und Französisch wird im Kulturhaus Eppendorf aufgebessert. Nachdem sie diese Aktivitäten aufgezählt hat, findet selbst Almut Wolter: „Das reicht.“ (ch)
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