Fußball-Wunder kommt auf die Hamburger Musical-Bühne

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Regisseur Gil Mehmert (v.l.), Komponist Martin Lingnau, Filmregisseur Sönke Wortmann und Liedtexter Frank Ramond bei der Präsentation Foto: Sichting

Stage Entertainment zeigt ab November „Das Wunder von Bern“ im Theaterneubau an der Elbe

Hamburg. Welches Stück zeigt der Musical-Riese Stage Entertainment ab November in seinem Theaterneubau am südlichen Elb-Ufer? Das Geheimnis ist seit Donnerstag gelüftet. Der etwa 65 Millionen Euro teure Neubau direkt neben dem „König der Löwen“ wird im November mit einer Weltpremiere vom „Wunder von Bern“ eingeweiht. Es ist neben dem „Phantom der Oper“ und „Rocky“ der vierte Musical-Standort von Stage in Hamburg.
„Das Wunder von Bern ist ein Stück deutsche Geschichte und berührt ganz Deutschland“, so Stage-Chef Joop van den Ende bei der Präsentation. 1.850 Zuschauer finden zukünftig im neuen Musical-Theater Platz. Der Vorverkauf hat bereits begonnen.
„Als Premierenproduktion haben wir einen Stoff gesucht, der dem Anspruch gerecht wird, in Deutschlands Musical-Hauptstadt seine Uraufführung zu feiern. Hierbei mussten wir uns zwischen internationalen Musical-Hits oder einer Stage Entertainment Eigenentwicklung entscheiden“, so van den Ende. Nach einem internen Workshop war für ihn schnell klar, dass das Wunder von Bern in Hamburg und nicht in Oberhausen Weltpremiere feiert. „Das Thema hat eine unglaubliche Kraft und Relevanz. Diese herzergreifende Familien-Geschichte hat alles, was ein gutes Musical ausmacht: ein gutes Buch als Grundlage, eine musikalische Bearbeitung voller großer Melodien und wunderbare Theatermomente. Kaum ein Ereignis hat die Deutschen so positiv geprägt wie dieses. Die Hoffnung der Menschen auf ein besseres Leben, eine Nation im Aufbau und ein einzigartiger Moment, der dem ganzen Land neuen Lebensmut beschert.“
Helden, Träume, Emotionen: Das neue Hamburger Musical basiert auf der 2003 erschienenen Filmvorlage von Sönke Wortmann. „Wie dieses Thema auf der Bühne umgesetzt wird, ist wirklich atemberaubend. Die Dramaturgie stimmt, die Lieder kommen an den richtigen Stellen und durch die Nähe zur Bühne ist man direkt im Geschehen“, schwärmt Wortmann. Fast vier Millionen Kinobesucher zeigten schon vor über zehn Jahren, welche Reichweite die bewegende Vater-Sohn-Geschichte im Schatten der Fußball-Weltmeisterschaft 1954 in der Schweiz hat. „Große Geschichten gehören auf eine große Musical-Bühne. Die Geschichte hat mir persönlich gezeigt, aus welcher Zeit meine Eltern kommen und welche Träume sie damals hatten. Und sie hat mir aufgezeigt, wo ich heute bin“, so Michael Hildebrandt, Strategie-Direktor bei Stage. Bürgermeister Olaf Scholz wünschte der Produktion alles Gute und sagte: „Bereits jetzt ist Hamburg der drittgrößte Musicalstandort der Welt. Das wirtschaftliche Engagement von Stage Entertainment hat eine große Wirkung auf unsere Stadt: Mehrere Millionen Musicalbesucher pro Jahr übernachten hier, gehen shoppen oder besuchen weitere kulturelle Einrichtungen. Mit Rocky ist der allererste Export eines hier entwickelten Musicals an den New Yorker Broadway gelungen.“
Die Castings für die Show starten in Kürze. Nach der Sommerpause ist Probenbeginn. In Bern hatte Helmut Rahn damals in der 84. Minute den 3:2-Siegtreffer für Deutschland erzielt. In Hamburg dürften die Verantwortlichen auf eine möglichst lange Spielzeit für „Das Wunder von Bern“ hoffen, inklusive Verlängerung. (ms)
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