Gemeinsam in eine gute Zukunft

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Mit der offiziellen Einführung in das Amt des Hummelsbüttler Pastors ist für Christian Paul und für die Gemeinde eine lange Übergangszeit abgeschlossen. Foto: Krause

Neuer Pastor an Christophorus Hummelsbüttel

Von Franz-Josef Krause
Hummelsbüttel. Der Legende nach war er ein Riese, der nur dem mächtigsten König dienen wollte. Auf den Rat eines Einsiedlers hin trug er mühelos Reisende durch einen gefährlichen Fluss. Auch ein Kind, unter dessen Last er zu versinken drohte. „Wer bist Du und warum konnte ich Dich kaum tragen?“ wollte der Riese wissen. „Ich bin Christus, Himmel und Erde sind mein Werk. Weil Du mich, Deinen König getragen hast, gebe ich Dir den Namen Christophorus – Christusträger“
Es ist nicht zwingend erforderlich, als Pastor einer Christophorus-Gemeinde ein Riese zu sein – aber als Pastor einer Gemeinde mit rund 3.600 Mitgliedern gilt es doch einiges zu schultern.
Was das konkret in Hummelsbüttel ist, kann der ‚Neue‘ durchaus beurteilen. Denn Christian Paul übte als Krankenvertretung das Amt des Pastors bereits ab Mai 2010 aus. Nach dem Ausscheiden von Pastor Hans-Ulrich von der Fecht Ende 2010 blieb er bis zur Ernennung eines neuen Amtsinhabers in Hummelsbüttel.
Mitte Juni ins Amt
eingeführt
Nun hat der 56-jährige Theologe das Pastorenamt selbst übernommen. Am vorvergangenen Sonntag hat ihn Propst Johann Hinrich Claussen in sein Amt als Pastor der Christophorus Gemeinde Hummelsbüttel eingeführt.
Der Sohn eines Arztes ist in Berlin ‚unterm Funkturm‘ groß geworden und hat in Kiel und Hamburg studiert. Pastor war er in Travemünde/Timmendorf und dann 16 Jahre in Meiendorf. Danach war sein Aufgabengebiet beim Kirchenkreis die organisatorische Entwicklung von Kirchengemeinden. Nach zwei Jahren Hummelsbüttel kennt sich Paul im Stadtteil aus. Im Gemeindeverbund mit St. Lukas, Fuhlsbüttel und Maria Magdalenen Klein Borstel wollen die evangelischen Christen der Region ihren Glauben aktiv gestalten. Diese Organisationsform bewahrt die rechtliche Selbständigkeit der einzelnen Gemeinden, ermöglicht aber gleichzeitig, bestimmte Ressourcen gemeinsam und damit effizienter zu nutzen. Das kann für den Pastor Entlastung bedeuten und mehr Zeit für die eigentlichen Aufgaben eines Hirten – denn dafür steht das lateinische Wort ‚Pastor‘.
Gemeinsam in eine gute Zukunft, so möchte Christian Paul mit seiner Gemeinde gehen. Gemeinsam mit den vielen Ehrenamtlichen, die in vielen Funktionen die Gemeinde tragen und mitgestalten.
Gemeinsam mit denen, für die die kleine Dorfkirche in Hummelsbüttel unverzichtbarer geistiger Mittelpunkt ist und ebenso gemeinsam mit allen Menschen, für die sie das noch werden könnte; die sie noch nicht für sich entdeckt haben.
Gemeinsamkeit – da liegt dann wohl ein entscheidender Unterschied zum Riesen Christophorus aus der frommen Legende. Der trug allein – Christian Paul setzt auf Teamwork. Er freut sich auf einen guten und interessanten Weg mit ‚seinen‘
Hummelsbüttlern.
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