Geschäftsidee macht Schule

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Julia Bonewald (v.l.) Magdalena Wulff und Leon Koenig zeigen ihre Windlichter aus gebrauchtem Metall Sie gehören zur Schülerfirma am Copernicus-Gymnasium Foto: now

Norderstedter Gymnasiasten handeln mit Windlichtern aus Gebrauchtmetall

Von Stefanie Nowatzky
Norderstedt „Bei meinem Bruder hab ich gesehen, wie viel Spaß es macht und was Jugendliche alles auf die Beine stellen können“ erklärt Saja Wedemeier. Mit 15 Mitschülern hat sie sich selbstständig gemacht. Die 15-Jährige ist Mitarbeiterin in der Marketingabteilung des Schülerunternehmens „Metallöko“ am Coppernicus-Gymnasium.
Schon seit vielen Jahren betreut Lehrer Norbert Neumann jedes Jahr Schülerfirmen im Juniorprojekt der Deutschen Wirtschaft, unter anderem hat er schon die Produktion selbst gemachter USB-Sticks, eines Ökologiespiel und in diesem Jahr die Produktion von Windlichtern aus Gebrauchtmetall begleitet.
Die „Junior“-Unternehmer entwickeln selbstständig eine Geschäftsidee, suchen sich Aktionäre, und arbeiten ein Schuljahr zusätzlich zum Unterricht in den Bereichen Buchhaltung, Marketing, Technik und Verwaltung. Neben der ganz realen Unternehmertätigkeit steht am Ende der Landeswettbewerb an. Dem Gewinner winkt die Teilnahme am Bundeswettbewerb. Im vergangenen Jahr belegte das Coppernicus mit „EconoMyLife“ den zweiten Platz in Schleswig-Holstein, das Unternehmen gewann einen zusätzlichen Entscheid und durfte an einem europäischen Wettbewerb in Turin teilnehmen.
Bis es für die jetzigen Neunt-und Zehntklässler so weit ist, liegt noch eine Menge Arbeit vor den meist 15-jährigen Unternehmern. „Wir haben immer noch etwas zu verbessern“, erzählt Leon Koenig, ebenfalls Marketing. „Ich wünsche mir, dass die Produktion noch flüssiger wird“, ergänzt Vorstandsvorsitzender Patrick Henz. Die Windlichter fertigen die Schüler selbst aus gebrauchtem Metall, schneiden regionale und saisonale Motive in das Blech. Das war zunächst nicht so einfach, wie Smilla Sjöström erzählt: „Es muss rund werden und darf keine scharfen Kanten haben“.

20 Windlichter verkauft

Etwas über 20 Stück haben sie bereits verkauft und sind damit dem Ziel: „Gewinn machen“, wie Patrick es knapp definiert, näher gekommen. „Auf den Gewinn kommt es am Ende gar nicht so an“, wiegelt Lehrer Neumann etwas ab. „Die Schüler lernen hier vor allem Dinge wie Teamarbeit und Verantwortung. Bisherige Schülerfirmen am Norderstedter Gymnasium spendeten ihre Gewinne hinterher für soziale Zwecke. Das ergänzt Schulleiterin Heike Schlesselmann: „Durch Junior erwerben die Schüler Kompetenzen, die im Leben richtig sinnvoll sind: sich zu organisieren, gemeinsam zu arbeiten und auch zu präsentieren.“ Und das wissen auch die Schüler ganz genau, wie Patrick Henz zusammenfasst: „Hier müssen wir immer wieder selber Probleme lösen.“
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