Guter Rat für Patienten in Hamburg

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Symbolfoto: Thinkstock

Verein „Unabhängige Patientenberatung Deutschland“ hilft im Zweifelsfall

Hamburg. Leider keine Seltenheit: Ärztepfusch, überteuerte oder überflüssige Behandlungen, überhöhte Abrechnungen der Krankenkassen, unsachgemäße Behandlungen in Pflegeheimen. Wer derartige Sorgen mit dem Gesundheitssystem hat, sollte sich an die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) wenden.
Die Beratungsstelle Hamburg am Alsterdorfer Markt auf dem Gelände der Evangelischen Stiftung Alsterdorf gibt es seit 2005, regelfinanziert wird sie seit 2011. Als Trägerin fungiert die Patienten-Initiative e.V., die vor rund 30 Jahren gegründet wurde und vom GKV-Spitzenverband, dem Bund der Krankenkassen, finanziert wird. Gesellschafter der Patienten-Beratung sind der Sozialverband VdK Deutschland e.V., der Verbraucherzentrale Spitzenverband e.V. und der Verbund unabhängiger Patientenberatung e.V.. „Diese Konstruktion ist zwar etwas kompliziert, aber sie gewährleistet die Unabhängigkeit der Beratung, auch den Krankenkassen gegenüber, die uns ja finanzieren“, erläutert Diplom-Pflegewirtin Katrin Pihan, eine der vier Beraterinnen, die sich jeweils auf bestimmte Gebiete spezialisiert haben. Denn es gilt Fragen zur Gesundheit, zu psychosozialen Vorgängen und zivil- oder sozialrechtlicher Natur zu beantworten.

Hilfe zur Entscheidung

Zwei haben sich auf gesundheitliche Fragen spezialisiert und je eine auf rechtliche und auf psychosoziale Fragen. Zwei Beraterinnen sind immer vor Ort. „Die Menschen, die zu uns kommen, informieren sich über Krankheitsbilder und Therapien. Sie haben rechtliche Fragen, zum Beispiel über Krankengeld und ganz allgemein: Wer bezahlt was?
Im psychosozialen Bereich geht es meistens um die Frage: an wen kann ich mich wenden? Wir sind Lotsen“, erläutert Karin Pihan. Die Beraterinnen geben Entscheidungshilfen. Die Entscheidungen über das weitere Vorgehen treffen die Patienten selbst. Ganz wichtig dabei: „Wir müssen die nachgefragten Themen so aufbereiten, dass die Patienten es selbst verstehen“, so Karin Pihan. Zunächst einmal gilt es herauszubekomen, worum es genau geht. „Oft werden die Patienten nur falsch informiert. Es gibt Kontaktschwierigkeiten. Vieles lässt sich schnell ausräumen“, erzählt Karin Pihan aus der Beratungspraxis.
Rund 300 bis 400 Beratungen werden in der Hamburger Beratungsstelle monatlich durchgeführt. Bundesweit sind es 80.000 im Jahr. „Wir haben eine hohe Nachfrage, die zunimmt. Die Beratung wird immer selbstverständlicher in Anspruch genommen“, erzählt Kerstin Hagemann, die Geschäfsführerin der Patienten-Initiative. Die Patientenberatung hält sie für äußerst wichtig, denn „Die Lobby für die Patienten ist immer noch gering“. Sie sieht auch Vorteile in der Beratung für die Ärzte: „Der mündige Patient ist zwar unbequem, aber auch entlastend für den Arzt“, und ist guter Hoffnung, dass eine neue junge Generation von Ärzten Kritik von den Patienten mehr zu schätzen weiß als viele der älteren Mediziner.
Die Patienten-Initiative, Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband, kümmert sich auf institutioneller Ebene um die Belange der Patienten. „Alle haben eine eigene Interessenvertretung, nur die Patienten nicht“, erläutert Kerstin Hagemann. . (wb)

Die Patientenberatung, Alsterdorfer Markt 8, ist unter Tel.: 51 31 57 95, Fax: 50 79 09 78 und hamburg@upd-online.de zu erreichen. Sie hat folgende Öffnungszeiten:
Mo. 9 - 13 Uhr, Di. 14 - 18 Uhr, 9 - 13 Uhr, Do. 13 - 17 Uhr
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